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Quartalszahlen Q3 2019 Activision Blizzard

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    Quartalszahlen Q3 2019 Activision Blizzard

    Neue Besen kehren gut - und neue Spiele, auf die die wachsende Anzahl der milliardenschweren Gaming-Industrie gewartet haben, wohl auch. In den ersten drei Tagen erreichte der Umsatz von „Call of Duty: Modern Warfare“ die 600 Mio. USD Grenze. Gleich drei Rekorde konnten verbucht werden. Bestes Wochenende bei Konsolen, Top-Seller des Jahres und bestes digitales Event bei Activison.

    Die berichteten Q3 2019 Zahlen - ohne die o.g. Neuerscheinung CoD (25.10.19) - lesen sich „so lala“.
    Der Umsatz lag bei 1,28 Mrd. USD, war besser als erwartet, aber immer noch 15 % unter dem Niveau von Q3 2018. Das Bruttoergebnis musste einen ähnlichen Rückgang auf 844 Mio. USD hinnehmen. Die operativen Ausgaben sanken zum Glück um 22 % auf 569 Mio. USD. Klar, wenn die Spiele erst einmal entwickelt sind, fallen die Grenzkosten geringer aus. Das Vorsteuerergebnis konnte um zehn Prozent auf 277 Mio. USD im Vergleich zu Q3 2018 zulegen. Durch Aufwendungen für die anhaltende Restrukturierung blieben netto 204 Mio. USD hängen.

    Der Trend „weg von der Konsole“ ist weiterhin spürbar. Erst wenn die neuen Generationen z. B. die Playstation 5 von Sony ab 2020 auf den Markt kommen, könnte sich dieser Trend etwas verlangsamen. Der Umsatzanteil liegt bei 19 % des Gesamtumsatzes. Noch in Q3 2018 lag dieser bei 23 %. Gespielt wird heute online auf dem PC, wie die Profis oder gleich mobil. Der Anteil im mobilen Bereich hat sich in den letzten Quartalen verdoppelt und liegt bei ca. 41 % der Gesamtumsätze.

    Die Bewegung hin zu digitalen Vertriebskanälen ist in der Segmentberichtserstattung sehr schön zu sehen. Noch in Q4 2017 wurden hier 80 % der Umsätze erzielt, jetzt sind es schon 92 %. Im Umkehrschluss fallen die Umsätze im klassischen Bereich von 19 % auf nun 8,4 %. Diese Entwicklung sehen wir in vielen Bereichen des Lebens. Früher gab es den guten alten Brockhaus im Eichenschrank der Eltern, heute weiß Google oder Wikipedia alles online. Oder haben Sie in Zeiten von Amazon Prime, Netflix und Co. noch die CD-Sammlung im TV-Schrank?

    Kommen wir zum operativen Ergebnis: die Bruttomarge liegt stabil bei 65 %. Die operative Marge litt durch gestiegene Kosten, beträgt aber immer noch 21,5 %. Die Verteilung der Erträge im operativen Bereich setzt sich wie folgt zusammen: Haupteinnahmequelle ist King mit 66 %, gefolgt von Blizzard mit 25,2 % und Activision mit 8,8 %.

    Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer spiegelt dieses Bild wider. King hatte z.B. mit Candy Crush im abgelaufenen Quartal 247 Millionen dieser aktiven Spieler. Blizzard mit World of Warcraft z.B. 33 Millionen und Activision sogar 36 Millionen. Klar, Call of Duty ist einfach ein Zugpferd. Die mobile Version von CoD wurde - ebenso wie das neue Spiel - erst im Oktober für den Nutzer zugänglich gemacht, daher bin ich sehr auf die Nutzerzahlen im nächsten Update gespannt.

    Final lässt sich sagen, dass die Erwartungen teils eingehalten oder leicht geschlagen wurden. Das aktuelle Q4 ist immer ein sehr starkes Quartal - und so sollte es auch 2019 sein. Die Pipeline und der Ausblick für 2020 sind solide. Die Download-Zahlen sind spitze und machen Lust auf mehr. Die Bilanz ist mit fast fünf Mrd. an Cash und kurzfristigen Anlagen reich gefüllt. Das Eigenkapital beträgt 12,2 Mrd. bei einem Gesamtkapital von 17,8 Mrd. USD. Wir sind mit den Zahlen vorerst zufrieden, warten aber auf die wichtigen Zahlen für das laufende Quartal.



    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team

    Ingo Nix

    #2
    Guten Tag Herr Nix & Kollegen,

    gibt es bitte die Möglichkeit Ihrerseits die im o.g. Beitrag erwähnten Q4-Zahlen (am 06.02.2020 veröffentlicht) einzuschätzen?

    Vielen Dank!

    Kommentar


      #3
      Hallo TomN1988, die Q4 Zahlen war soweit ok mit ca. 2 Mrd. Umsatz und 420 Nettoertrag. Der Coronavirus ist ausschlaggebendes Thema an der Börse. Davon wird Activision nicht verschont bleiben, aber die Gesellschaft hält sich extrem gut in dieser Krise. Auch wenn einige Events in der Zukunft abgesagt werden könnten, im Zeitalter von schnellem Internet sind Online-Events technisch überhaupt kein Problem. Auch darf man nicht vergessen, in einer möglichen Quarantäne muss man sich Abends auch beschäftigen.
      Herzliche Grüße
      Ingo Nix

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