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NAV-Verfall trotz Wechsel Absicherungsstrategie

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    #16
    Guten Tag.

    Eine Absicherung kostet Geld bzw. NAV. Ich bin im Fonds investiert. Ich habe die Strategie aus Interesse nachgestellt mit mehreren Aktien aus dem Fonds und einem Kontrakt Short auf den Eurostoxx Future. Die Strategie wurde auch im Buch beschrieben. Mittlerweile habe ich die Strategie verworfen.

    Mein Problem war: Bei steigenden Aktien mußte ich Bargeld nachschießen, per Kredit finanzieren oder Aktienbestände verkaufen. Dazu kam dann noch das Rollen des Future-Kontrakts. Was ebenfalls kostete.

    Das war mir teuer und zu aufwändig. Das soll dann lieber der Fonds machen... :-)

    Im Moment bin ich im Geld und in kurzfristigen EURO Staatsanleihen, und kaufe monatlich für 12 bis 24 Monate den Markt in Tranchen.

    Ich gehe von einer weiteren Abwärtsbewegung aus. In der Zwischenzeit vermehre ich mein Einkommen außerhalb der Börse. Stichwort: Humankapital. Jeden Tag Börse geht gar nicht bzw. sich darüber Gedanken machen oder ärgern.

    Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

    Viele Grüße.

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      #17
      Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
      Ich wollte mich lediglich dafür stark machen, die ... begründeten Zweifel der Betroffenen am Funktionieren der Absicherungsstrategie in den letzten Wochen ernst zu nehmen ....
      Hallo Dr. SAR,

      das habe ich auch so verstanden. Ich teile absolut Ihre Meinung und haue erneut kräftig in die gleiche Kerbe.

      Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
      Die Geschichte von Ihrem Bekannten war aber sehr interessant - ich hätte wohl besser Binnenschiffer werden sollen, bei den Ersparnissen, von denen Sie da berichten.
      Dieses Leben ist kein Zuckerschlecken und für die meisten auch keines im Reichtum. Für viele nicht mal in dem Wohlstand, den sie für ihre Arbeit verdient hätten. Für ihn aber wohl, denn er war in der Branche seit Generationen zu Hause und im wahrsten Sinn in "seinem Wasser". Er hatte eine hochprofitable Nische ohne Wettbewerber, keine Zeit, um sein Geld auszugeben, aber ein gutes Händchen dafür, es direkt vom Schiff aus Gewinn bringend anzulegen. Bis 1998, da gewann die Gier die Oberhand.

      Was das "Wohlfühlen" mit dem "All-in" betrifft: Das ist keineswegs so (habe ich wirklich diesen Eindruck erweckt?), sondern ich bin sogar tief enttäuscht von der Kluft zwischen dem, was ich mir von der Arche versprochen hatte und dem, was sie mir bietet. Aber mit dem Ziehen der Reißleine, würde ich mich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, noch wesentlich unwohler fühlen. Dann hätte ich die Verluste ja tatsächlich auf dem Konto. So habe ich noch die Hoffnung und den Optimismus. Wie bereits mehrfach erwähnt, finde ich die Aktienauswahl selber völlig in Ordnung.

      Natürlich könnte ich, statt auf niedrigere Einstiegskurse für eine etwaige nächste Tranche in den DMF zu setzen, auch meine Pilzbüchersammlung ergänzen. Oder mit einem Verkauf der Folianten die DMF-Verluste ausgleichen. Ich sehe gerade, ich bin ja gar nicht all-in ;-)

      Inzwischen plagen mich heftige Zweifel dergestalt, dass das Management das 30-70-%-Risiko (oder war es ein 70-30-%-Risiko?) wirklich im Griff hat: Die Kurse steigen seit März auf breiter Front (ein ruhiger Sommer im Auge des Hurrikans) und man setzt beharrlich Futures dagegen. Das Ergebnis ist unschön.
      Dann kommt im Herbst die 200-Tage-Linie ins Spiel, und wenn bis dahin nichts passiert ist, ist jetzt Inflation angesagt. Dann werden die Absichererungen aufgelöst und die Kurse rauschen in den Keller.
      Ein Albtraum.
      Ja, manchmal denke ich, dass die Reißleine das kleinere Übel ist. Aber nur manchmal, denn ich sehe nach wie vor nirgends sinnvolle Alternativen.

      Mit Ihrer Ansprache ans Management bin ich absolut einverstanden.
      Insbesondere dieser Satz spricht mir aus der Seele: "Schweigen bedeutet in meiner Wahrnehmung nichts Positives an dieser Stelle"

      Gruß Karin

      Kommentar


        #18
        Hallo Dr. SAR

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        @Carsten: Sorry, wenn ich das so formuliere, aber es ist mangels Zeit die kürzest möglich Antwort und ist (auch wenn ich Gefahr laufe, genau diesen Eindruck zu vermitteln) nicht arrogant gemeint. Der Grund dafür, dass Sie meine Argumentation als in sich schlüssig empfinden, ist, dass sie in sich schlüssig ist – und zwar unabhängig von rechts oder links, emotional oder rational.
        Dann müsste ich zum gleichen Schluss kommen, tue ich aber nicht. Also handelt es sich um eine subjektive Schlüssigkeit, nicht um eine objektive. M.a.W. Ihre Schlüssigkeit beruht auf Ihrer Art zu denken, ich teile diese Art des Denkens aber nicht.


        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Sie wollen den DMPAF also unbedingt einfach nur als einen aktiv gemanagten Aktienfonds wie jeden anderen auch sehen…okay, dann reden wir aber statt von einer Underperformance von 10 % von einer Underperformance von 40-60 %. Würde ich das so sehen, wäre ich schon raus.
        Ich sehe den DM Fonds tatsächlich als "aktiv gemanagten Aktienfonds", der versucht aufgrund einer spezifischen Sicht auf Weltgeschehnisse das ursprünglich investierte Kapital wertstabil zu halten und die Chancen aus der erwarteten Entwicklung zu nutzen. Wenn man meine Beiträge aufmerksam verfolgt, sollte man meine Neutralität zum Fonds erkennen. Habe an anderer Stelle auch Alternativen genannt, die ebenfalls mit Absicherung unterwegs sind, aber offensichtlich nicht auf den Crash warten, sondern mutig die Zügel auch mal laufen lassen. Dass der DMPAF m.E. vornehmlich vom MUT des Herrn Müller abhängt, habe ich seit Beginn gesagt.

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Beachtlich, dass Sie schreiben, das Management habe sich unmittelbar mit dem Thema beschäftigt und „sofort“ reagiert. So unterschiedlich sind Meinungen. Nach mehreren Wochen und knapp 10 % Verlust, sehe ich nicht als „sofort“ an, auch wenn mir klar ist, dass der Effekt vielleicht nicht bereits nach zwei Tagen offenkundig wird bzw. das Management die Entwicklung noch beobachten wollte, bevor die Gewichtung angepasst wurde.
        Mehrere Wochen? 10% Verlust? Kann ich beides nicht bestätigen! Scheint eine rein persönliche Sicht zu sein und nicht allgemeingültig. Und darum geht es mir immer: Kritik / Anmerkungen müssen allgemeingültig sein. Von mir aus kann der Fonds auch noch ein paar % liegen lassen, für Sie anscheinend nicht. Aber warum sollte der Fonds machen (müssen) was SIE WOLLEN? Mich stört es auch nicht, wenn der Fondspreis steigt, d.h. ich bin für beide Richtungen offen. Sie anscheinend nicht. Vielleicht ist dann der Fonds nicht das Richtige für Sie? Oder Ihr Konzept ist noch nicht ganz rund?

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Wie der heutige Tag leider erneut zeigt: NAV gefallen von 95,22 EUR am 03.07. auf 94,73 EUR am 06.07. – ein weiteres halbes Prozent runter und wieder unter 95 EUR.
        Ich verstehe nicht, warum man den Fonds jeden Tag betrachtet. Der Fonds ist doch nicht als Trading Objekt konzipiert.
        Hieran sieht man m.E. sehr schön den Unterschied im Denken: Konzept eher nein, Emotionen eher ja.
        Meinetwegen, ist ja jedermanns Sache. Aber bitte dann keine emotional subjektive Kritik (allgemein) ... weil man was anderes ERWARTET hat, oder etwas ANDERS VERSTANDEN hat. Möglicherweise sind die Erwartungen bzw. das Verständnis falsch oder unvollständig.
        Der Fonds ist nicht schuld!
        Was nicht heißt, das habe ich auch immer betont, dass er es nicht auch besser machen könnte, keine Frage.

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Eine signifikante Gegenbewegung zu den jüngst markierten Tiefstständen sieht anders aus, aber wo soll die auch herkommen mit bestehender Absicherung? Genau deshalb ist es so problematisch, durch die nicht funktionierende Absicherung Geld zu verlieren bzw. verloren zu haben, weil es kaum möglich ist, Verluste im Status Quo mit Absicherung wieder aufzuholen. Und wenn man noch weiter verliert, steigt auch dadurch der Druck, die Absicherung irgendwann aufzulösen, um überhaupt eine Chance zu haben, die durch die nicht passende Absicherung entstandenen Verluste wieder aufzuholen, obwohl es in der Sache vielleicht gute Gründe dafür gibt, die Absicherung beizubehalten. Deshalb sind Verlustserien in diesem Produkt m.E. so problematisch.
        Alles richtig. Voll bei Ihnen. Aber: Konzeptionell eher irrelevant (aus meiner Sicht), s.o. - langfristige Sicht.


        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Ein Punkt, der mir nicht einleuchtet: Sie nehmen für sich in Anspruch rationaler Akteur zu sein und sehen den DMPAF als Fonds wie jeden anderen auch, der keine besondere Absicherungsstrategie verfolgt – wie können Sie dann mit der jüngsten Entwicklung zufrieden sein?
        Ich glaube erkennen zu können, ob eine Entscheidung "aus dem Bauch" heraus getroffen wurde oder auf Basis eines kurz- / mittel- / langfristig durchdachten Konzeptes. Und ich bin der Meinung, dass Emotionen und / oder fehlendes Know-how kein guter Ratgeber für Finanzentscheidungen sind.

        Ich bin zufrieden, weil der Fonds genau die Aufgabe erfüllt, die ich ihm in meinem Konzept zugedacht habe! Ich dachte, ich hätte das klar gemacht.
        Aber dazu müsste man evtl. erstmal selbst erkennen, dass man vielleicht etwas Grundlegendes gar nicht versteht.
        Millionen Menschen haben Lebensversicherungen, heute Rentenversicherungen ... warum, weil es doch alle haben, dann muss es doch richtig sein. Man muss nur das richtige Produkt vom besten Anbieter haben. Nein! Man muss keine LV oder RV haben! Die meisten stecken mit ihrem Denken "in the box". Ich versuche nur, das Denken "out of the box" aufzuzeigen.

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Sie schrieben sinngemäß, Ihre Erwartungen seien nicht enttäuscht worden und die Entwicklung käme Ihnen gelegen. Ist es ein rationales Ziel, mit seinem Investment eine negative Wertentwicklung anzustreben?
        Genau mit dieser Frage wird - aus meiner Sicht - das "in the box"-Denken deutlich.
        Ich bin Investor und denke nicht in GELD sondern in ANTEILEN!!!
        Ja, negative Wertentwiclungen können sehr erstrebenswert sein!!! Völlig RATIONAL!!! EMOTIONAL eher nichtt!!!


        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Denn mit dem bereits investierten Anteil haben Sie – zumindest – einen Buchverlust erlitten in den letzten Wochen.
        Na und? Macht nichts.

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Oder soll Ihre Äußerung dahingehend verstanden werden, dass Sie nochmal nachkaufen wollten bzw. das bei Kursen des NAV deutlich unter 100 EUR getan haben?
        Habe ich tatsächlich!


        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        Auch hier verstehe ich den Benefit nicht – Sie haben dann ja nicht ein bestimmtes Portfolio an Aktien billiger eingekauft (denn die Verluste aus der Absicherung müssen ja mit Verkäufen aus dem Aktienportfolio ausgeglichen werden), sondern allenfalls mit etwaigen „neuem“ Geld Verluste aus der Absicherung nicht mitgemacht. Aber ob Sie weniger Aktien zum Wert von 95 pro Anteil oder mehr Aktien zum Wert von 100 pro Anteil einkaufen ist doch für Ihr „neues“ Geld egal.
        Na ja, ich kann Ihnen jetzt nicht mein Konzept im Detail erklären, aber es ist schon ein Unterschied, ob man x Anteile am Fonds hält oder x+y Anteile für die gleiche Investmentsumme. Hier sind wir jetzt beim Thema Grundlegendes.

        Was im Fonds passiert ist komplex und kann nicht einfach mit wenn, dann erklärt werden. Ihre Aussagen implizieren ceteris paribus Annahmen. Überdies wäre es im Übrigen so: Wenn man zu 95€ DMPAF kauft, bekommt man mehr Anteile am DMPAF. Mehr Anteile am DMPAF = mehr Anteile von Aktien im Fonds (und zwar proportional). Warum ein Fondspreis bei 95€ oder 100€ steht ist abhängig von den Anzahl der Aktien im Depot aber auch von deren Einzelkursen. Warum sollte ein Fondsanteil bei 95€ weniger Aktien im Fonds (das meinten Sie glaube ich) besitzen als bei 100€?

        Zitat von Dr. SAR Beitrag anzeigen
        ... , schließlich sind die meisten Anleger Menschen (nicht jeder so beinhart rational aufgestellt wie Carsten) ...
        Einem Menschen Rationalität abzusprechen ist schon eine steile These, oder habe ich das falsch verstanden? Ich bin definitiv ein Mensch, aber vielleicht einer, der trennen kann, wo Emotionen gewünscht sind und wo Sachverstand gefragt ist. Ich mag es nicht, sich hinter Emotionalität zu verstecken und damit anderen die Schuld zu geben, obwohl man sachlich nicht ganz auf der Spur liegt (ganz allgemein).


        VG Carsten

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          #19
          Hallo Leute,

          ich bin jetzt seit 2007 in Aktien und Aktienfonds investiert. Bevor die Finanzkrise 2008 kam hatte ich 55000 Euro in meinen Depots. Innerhalb kürzester Zeit ist mein Guthaben bis Anfang 2009 auf 21500 Euro geschrumpft. Das war ein harter Schlag. Mein damaliger Banker hat mich bekniet, nicht zu verkaufen. Glücklicherweise habe ich auf ihn gehört. Anfang 2010 war mein Verlust komplett wieder auf Null. Meinem Banker muss ich dafür dankbar sein. Wer weiß, vielleicht hätte ich mich dann für immer von der Aktienanlage verabschiedet. Zwischenzeitlich manage ich meine Anlagen selbst. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich glücklicherweise gleich zu Anfang Lehrgeld bezahlt habe. Es hat mich vorsichtiger werden lassen. Seitdem gab es die Schuldenkrise, die Eurokrise, die Griechenlandkrise zuletzt ging es 2018 runter und in 2020 der Coronacrash. Es war also eine ganze Menge los in den letzten 13 Jahren. Mit meinen Aktienfonds war bin ich sehr zufrieden. Trotz dieser dauernden Rückschläge war ich immer investiert. Nach jedem Rückschlag sind meine Fonds noch stärker zurück gekommen und haben neue Höchststände erreicht. Warum erzähle ich Euch das alles?

          Der Dirk Müller Fonds taucht immer wieder in den Medien auf, mal positiv, mal weniger positiv. Deshalb habe ich mir den Fonds mal genauer angesehen und bin auf dieses Forum gestoßen. Ich habe mich da mal so reingelesen. Dr. Sar hat den Fonds und dessen Problematik ganz gut beschrieben. Ich stimme dem vollumfänglich zu. Ich brauche das also nicht noch einmal auszuführen. Was mir auch aufgefallen ist, dass ich in diesem Forum fast nur Sparer identifiziere, aber sehr wenige Anleger. Der deutsche Sparer will in erster Linie Sicherheit für sein Geld. Darauf verzichtet er gern auf Rendite. Genau das hat Dirk Müller und sein Team erkannt und deshalb wohl diesen Fonds gegründet.. Aber jedem sollte auch klar sein, dass der Fonds nicht für die Altersvorsorge taugt.. Warum ist das so. In dem Fonds sind hervorragende Unternehmen vertreten. Schauen wir uns das mal genauer an. Die Wertentwicklung der letzten 3 Monate waren z.B. bei
          Icon PLC + 13%
          Intuitive Surgical + 13%
          Bakkafrost + 21%
          Alphabet + 24%
          Facebook + 39%
          Amazon + 47%
          usw. usw.
          Dirk Müller Fonds minus 6,9%

          Die positive Wertentwicklung der einzelnen Aktien wird vollkommen von der Absicherungsstrategie aufgefressen. Das war auch in der Vergangenheit seit Bestehen des Fonds schon so. Den Fonds gibt es jetzt seit etwas mehr als 5 Jahren. In dieser Zeit hat der Fonds eine "Wertentwicklung" von + 0,5% erreicht. Wenn ich das jetzt mit meinen Aktienfonds vergleiche, so hat der schlechteste Fonds in den letzten 5 Jahren eine positive Wertentwicklung von 72% und der beste Fonds von 189%. Keiner dieser Fonds hat eine Absicherungsstrategie. Es ging also kräftig runter und rauf. Ich habe alle Krisen mitgemacht. Helmut Kohl hat einmal gesagt "entscheidend ist was hinten raus kommt". Wer noch mindestens 10 Jahre bis zur Rente hat, sollte also sein Geld in mehrere Fonds anlegen, die auch wirklich Rendite bringen und sich somit vom Sparer zum Anleger weiter entwickeln. Auch Herr Nix wird niemanden dazu raten,alle Eier in einen Korb zu legen. Wer 10000 Euro in 2015 in meinen besten Fonds angelegt hätte, der könnte jetzt ein Guthaben von 29290 Euro sein eigen nennen. Bei einer Verdreifachung des eingesetzten Kapitales kann ich auch einen Crash mit 50% Verlust überstehen Dann wären immer noch knapp 15000 Euro auf meinem Konto. Also Leute, habt keine Angst vor einem Crash. Wir hatten in der Vergangenheit bereits mehrere und die Finanzwelt ist nicht untergegangen.

          Beste Grüße

          cerberus

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            #20
            Hi cerberus.

            Ganz wichtig für mich ist der Wohlfühlfaktor im Investment, und vor allem eine EIGENE Strategie. Ich habe schon alles mögliche ausprobiert, gelesen, etc... Zur Börse bin nach der Finanzkrise gekommen. Ich wollte verstehen, was da abgeht. Angefangen habe ich mit Day-Trading (auf der Suche nach dem schnellen Geld). Dabei habe ich in 4 Jahren 15000 € verloren. Dann habe ich erstmal lange Pause gemacht, aber immer die Märkte beobachtet und Bücher gelesen. 2016 habe ich mit Aktien angefangen. Mit der Commerzbank und Bayer konnte ich mir mein Lehrgeld wieder zurückholen. Aktuell bin ich nach 11 Jahren mit 8000 € im Plus. Das ist natürlich lächerlich für den Zeitaufwand. Das habe ich während des Lockdowns erkannt. Da hing ich wieder täglich vor den Kursen. Während der Corona-Abwärtsbewegung habe ich nichts verloren, und auch nichts gewonnen, weil ich auch abgesichert war.

            Für mich persönlich ist wichtig, dass ich so wenig Zeitaufwand wie möglich habe und das 80% meines Geldes so sicher wie möglich in Aktien angelegt ist. Meine Renditeerwartung ist alles größer als 0% im Durchschnitt pro Jahr für die nächsten 10 Jahre. Meine Dividendenerwartung ist min. 2% im Jahr. Über das Cashkurs Abo bin ich auf Vanguard und Blackrock Indexfonds gestossen. Und ich muß sagen, dass Indexfonds zu mir wahrscheinlich am besten passen. Zu meiner Strategie gehört zusätzlich ein monatlicher Sparplan. Schaut mal hier: https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php - Dort könnt Ihr ja mal testen, wie sich Sparrate und Zinsen verhalten müßen damit Ihr ein bestimmtes Kapital nach einer bestimmten Zeit erhaltet. Meine Erkenntnis ist, dass die Sparraten innerhalb von 10 Jahren den Großteil der Summe ausmachen. Deshalb lautet mein Motto: So viel Sparen wie möglich, und versuchen das Einkommen zu vermehren.

            Bei Einzelaktien, habe ich immer wieder in den Bilanzen gestöbert um irgendetwas zu finden, was einen Kauf, Zukauf oder Verkauf rechtfertigt. Da ist er wieder, der Zeitaufwand...

            Den Dirk Müller Fonds und die dahinterliegende Strategie finde ich Top. Was mich allerdings zu einem Verkauf zwingen könnte, ist wieder der Zeitaufwand. Da ist wieder etwas greifbar, eine Person, ein Team, eine Internetseite, etc... Allein dieser Post hier kostet mich Zeit in Verbindung mit meinem Investment... Was ich ja nicht will...

            Was ich wirklich jedem auf den Weg geben möchte, vor allem an die Neulinge gerichtet, die durch Corona eingestiegen sind: Ihr müßt Euch wohlfühlen mit Eurem Investment. Das ist wie mit allen anderen Dingen in Eurem Leben. Wenn Euch etwas nervt, dann müßt Ihr handeln und eine Änderung herbeiführen. Nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

            Wenn Ihr jeden Monat 5000 € auf dem Tagesgeldkonto spart und glücklich seid, dann ist das vollkommen okay... Allerdings solltet Ihr ab 100.000 € eine Alternative suchen. :-)

            Viel Erfolg und Grüße.

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            • cerberus
              cerberus kommentierte
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              Hallo crad,

              Kostolany hat einmal gesagt "Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen, Sie sind reich". Das würde ich in der heutigen Zeit nicht mehr unterschreiben. Jedoch sollte man auch nicht jeden Tag den Kurs verfolgen. Das kann einem wirklich verrückt machen und ihr zitierter Wohlfühlfaktor ist selbst mit einem schwankungsarmen Aktienfonds, wie es der DMPF absolut ist, nicht zu erreichen. Gleichzeitig ist es für jeden Anleger frustierend, wenn selbst man nach 5 Jahren Anlagedauer sagen muss "außer Spesen nichts gewesen". Jeder, der in einen Aktienfonds investiert, will Rendite machen. Meine Erwartung ist in der Hinsicht weitaus mehr als nur größer als 0%. Der DMPF hat nur noch eine Chance das Jahr 2020 einigermaßen erfolgreich zu beenden, wenn der von Dirk Müller herbeigesehnte zweite Crash kommt. Wenn nicht, dass war es das wohl und das Konzept des DMPF funktioniert dann halt doch nicht. Lassen wir uns alle mal überraschen.
              Es grüßt Sie
              cerberus

            #21
            Sehr erfreulich, dass die taktische Anpassung an die aktuelle Marktlage greift:

            Aktueller Rücknahmepreis: 98,83 Euro per 24.07.2020
            Gute Arbeit!

            Dann ist hier hoffentlich bald wieder ein Eintrag fällig
            Alles völlig unverbindlich

            Kommentar


            • Dr. SAR
              Dr. SAR kommentierte
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              Hatte Ihre Freude geteilt. Leider von kurzer Dauer. NAV-Stand 31.07.20 = 95,68 Euro.

            #22
            Dr.Sar kommentiert(e)

            Hallo Dr. Sar,

            leider hört man nichts mehr von Ihnen. Ihre Beiträge waren sehr interessant. Ich würde mich auf ein Feedback Ihrerseits sehr freuen. Also dann, hoffentlich bis demnächst.
            cerberus


            Kommentar


            • Dr. SAR
              Dr. SAR kommentierte
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              Meine Beiträge werden nicht mehr freigeschaltet.

            • Ingo Nix
              Ingo Nix kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Guten Morgen, wenn diese der Sache dienen und der Netiquette entsprechen, werden alle Kommentare freigeschaltet.
              Danke und Gruß
              Ingo Nix

            #23
            Hallo cerberus,

            dass Sìe keine Kommentare mehr von mir lesen, liegt daran, dass meine Beiträge im Forum nicht mehr freigeschaltet werden.

            MfG,
            Dr. SAR

            Kommentar


              #24
              Zitat von cerberus Beitrag anzeigen
              Hallo Leute,

              ich bin jetzt seit 2007 in Aktien und Aktienfonds investiert. Bevor die Finanzkrise 2008 kam hatte ich 55000 Euro in meinen Depots. Innerhalb kürzester Zeit ist mein Guthaben bis Anfang 2009 auf 21500 Euro geschrumpft. Das war ein harter Schlag. Mein damaliger Banker hat mich bekniet, nicht zu verkaufen. Glücklicherweise habe ich auf ihn gehört. Anfang 2010 war mein Verlust komplett wieder auf Null. Meinem Banker muss ich dafür dankbar sein. Wer weiß, vielleicht hätte ich mich dann für immer von der Aktienanlage verabschiedet. Zwischenzeitlich manage ich meine Anlagen selbst. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich glücklicherweise gleich zu Anfang Lehrgeld bezahlt habe. Es hat mich vorsichtiger werden lassen. Seitdem gab es die Schuldenkrise, die Eurokrise, die Griechenlandkrise zuletzt ging es 2018 runter und in 2020 der Coronacrash. Es war also eine ganze Menge los in den letzten 13 Jahren. Mit meinen Aktienfonds war bin ich sehr zufrieden. Trotz dieser dauernden Rückschläge war ich immer investiert. Nach jedem Rückschlag sind meine Fonds noch stärker zurück gekommen und haben neue Höchststände erreicht. Warum erzähle ich Euch das alles?

              Der Dirk Müller Fonds taucht immer wieder in den Medien auf, mal positiv, mal weniger positiv. Deshalb habe ich mir den Fonds mal genauer angesehen und bin auf dieses Forum gestoßen. Ich habe mich da mal so reingelesen. Dr. Sar hat den Fonds und dessen Problematik ganz gut beschrieben. Ich stimme dem vollumfänglich zu. Ich brauche das also nicht noch einmal auszuführen. Was mir auch aufgefallen ist, dass ich in diesem Forum fast nur Sparer identifiziere, aber sehr wenige Anleger. Der deutsche Sparer will in erster Linie Sicherheit für sein Geld. Darauf verzichtet er gern auf Rendite. Genau das hat Dirk Müller und sein Team erkannt und deshalb wohl diesen Fonds gegründet.. Aber jedem sollte auch klar sein, dass der Fonds nicht für die Altersvorsorge taugt.. Warum ist das so. In dem Fonds sind hervorragende Unternehmen vertreten. Schauen wir uns das mal genauer an. Die Wertentwicklung der letzten 3 Monate waren z.B. bei
              Icon PLC + 13%
              Intuitive Surgical + 13%
              Bakkafrost + 21%
              Alphabet + 24%
              Facebook + 39%
              Amazon + 47%
              usw. usw.
              Dirk Müller Fonds minus 6,9%

              Die positive Wertentwicklung der einzelnen Aktien wird vollkommen von der Absicherungsstrategie aufgefressen. Das war auch in der Vergangenheit seit Bestehen des Fonds schon so. Den Fonds gibt es jetzt seit etwas mehr als 5 Jahren. In dieser Zeit hat der Fonds eine "Wertentwicklung" von + 0,5% erreicht. Wenn ich das jetzt mit meinen Aktienfonds vergleiche, so hat der schlechteste Fonds in den letzten 5 Jahren eine positive Wertentwicklung von 72% und der beste Fonds von 189%. Keiner dieser Fonds hat eine Absicherungsstrategie. Es ging also kräftig runter und rauf. Ich habe alle Krisen mitgemacht. Helmut Kohl hat einmal gesagt "entscheidend ist was hinten raus kommt". Wer noch mindestens 10 Jahre bis zur Rente hat, sollte also sein Geld in mehrere Fonds anlegen, die auch wirklich Rendite bringen und sich somit vom Sparer zum Anleger weiter entwickeln. Auch Herr Nix wird niemanden dazu raten,alle Eier in einen Korb zu legen. Wer 10000 Euro in 2015 in meinen besten Fonds angelegt hätte, der könnte jetzt ein Guthaben von 29290 Euro sein eigen nennen. Bei einer Verdreifachung des eingesetzten Kapitales kann ich auch einen Crash mit 50% Verlust überstehen Dann wären immer noch knapp 15000 Euro auf meinem Konto. Also Leute, habt keine Angst vor einem Crash. Wir hatten in der Vergangenheit bereits mehrere und die Finanzwelt ist nicht untergegangen.

              Beste Grüße

              cerberus
              Rückwirkend ist man immer schlauer. Man weiß doch heute nicht, wo die Börse in 2, 5 oder 10 Jahren stehen wird.

              Und zu DAMPF muss man sagen, dass es ein Teil der Strategie sein sollte, wenn man hier Geld einzahlen möchte. Wer voll auf DAMPF setzt und vertraut, dem ist nicht zu helfen.

              Und die Zahlen

              Icon PLC + 13%
              Intuitive Surgical + 13%
              Bakkafrost + 21%
              Alphabet + 24%
              Facebook + 39%
              Amazon + 47%
              usw. usw.
              Dirk Müller Fonds minus 6,9%

              stimmen, wenn man genau am dem einen Tag all diese Positionen gekauft hat.

              Kommentar


                #25
                Hallo Herr Nix,

                wollen Sie erklären, warum der NAV neuerlich eingebrochen ist? Oder verstößt schon die Frage nach dem Grund gegen die Netiquette?

                MfG,
                Dr. SAR

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                  #26
                  Nein absolut nicht. Die Märkte befinden sich auf extrem hohem Niveau, getrieben von einer handvoll Aktien. In den letzten Tagen gab es heftige Rotationen in den Sektoren. Da wir nur 32 Aktien haben und keine 500 kommt es zu Verschiebungen. Wir haben keine Banken und fast keinen Einzelhandel, auch gehören Fluggesellschaften oder Kreuzfahrtschiffe nicht dazu. Die Wirtschaft in den USA liegt am Boden, die extra "Gehaltschecks" der Regierung sind ausgelaufen. Es wird zu weiteren Entlassungen kommen, da die Unternehmen und auch Behörden sich das gar nicht mehr leisten können. Das bremst den Einzelhandel in den kommenden Monaten aus. Das einzige Licht im Tunnel ist die FED. Sobald die Zinsen in den USA anziehen, gibt es ein böses Erwachen.

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                    #27
                    Hallo Herr Nix,
                    ist es absehbar bzw. gibt es irgendeinen Druck, die Zinsen zu erhöhen? Wieso nicht bei null lassen oder sogar negativ werden lassen?
                    Liebe Grüße

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                    • Ingo Nix
                      Ingo Nix kommentierte
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                      Die 10y US Zinsen sind bei 0,71%, real ja sogar im Minus. Zinsen werden sicherlich niedrig bleiben, aber wenn man den großen Häusern (Goldman, JPM) glauben kann, dann werden für 2021 eher 10y US Zinsen bei 1,2-1,5% erwartet. Dies könnte den Aktienmarkt, vor allem die Techs, belasten.

                    #28
                    Zitat von Ingo Nix Beitrag anzeigen
                    Nein absolut nicht. Die Märkte befinden sich auf extrem hohem Niveau, getrieben von einer handvoll Aktien. In den letzten Tagen gab es heftige Rotationen in den Sektoren. Da wir nur 32 Aktien haben und keine 500 kommt es zu Verschiebungen. Wir haben keine Banken und fast keinen Einzelhandel, auch gehören Fluggesellschaften oder Kreuzfahrtschiffe nicht dazu. Die Wirtschaft in den USA liegt am Boden, die extra "Gehaltschecks" der Regierung sind ausgelaufen. Es wird zu weiteren Entlassungen kommen, da die Unternehmen und auch Behörden sich das gar nicht mehr leisten können. Das bremst den Einzelhandel in den kommenden Monaten aus. Das einzige Licht im Tunnel ist die FED. Sobald die Zinsen in den USA anziehen, gibt es ein böses Erwachen.

                    dieses statement kann ich voll teilen, allerdings beantwortet es die frage nicht, weshalb der NAV bei 93,x herumgurkt.
                    ich sehe mittlerweile eine riesen diskrepanz zwischen den ausführungen von herrn müller und herrn nix zur globalen wirtschaftslage (top) und den daraus gezogenen konsequenzen in der umsetzung des fonds (flop).

                    vermutlich ist es das finanziell lukrativste, die aussagen der beiden herren privat unter umgehung des fonds umzusetzen (konzentration auf die big 5, enge stop loss orders, rechnen mit einem einbruch). persönlich bin ich bei diesem NAV fast 10 prozent im minus und das seit mitte märz bei der marktperformance. ein schlechter scherz.

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                    • Ingo Nix
                      Ingo Nix kommentierte
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                      Wir haben die Allokation in den letzten Tagen angepasst, dies sollte sich im NAV heute auch endlich bemerkbar machen.

                    • Dr. SAR
                      Dr. SAR kommentierte
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                      Genau meine Meinung. Die allgemeinen Ausführungen helfen leider für das Verständnis der konkreten NAV-Entwicklung nicht weiter. Und wie traurig ist es denn bitte, dass diese wirklich tolle Leistung bei der Einzeltitelauswahl durch die "Absicherung" völlig ad absurdum geführt wird - eine Absicherung, die die Performance regelmäßig aus dem saftiggrünen Bereich in den tiefroten Bereich runterdrückt? Dann vergehen Wochen des Abwartens und Nachjustierens bis gegengesteuert wird?

                    • Manfred H
                      Manfred H kommentierte
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                      Absolut richtig..... tst und Dr. SAR sehe ich ganz genau so. Herr Nix die Änderungen machen sich nicht bemerkbar Sie sehen es am Kurs.

                    #29
                    Ich habe eine Frage bzgl. der Finanzierung der Absicherungskosten. Dirk Müller hat ja während der Abwärtsbewegung darauf hingewiesen, dass die Gutschriften aus Zuflüssen der Future Absicherungsgeschäfte zum Aktienkauf genutzt wurden um Aktien nachzukaufen.
                    Da zur Finanzierung der Short Futures auf NASDAQ und S&P bei neuen Allzeithochs ja täglich Geldabflüsse stattfinden, wenn die Fondsaktien nicht im gleichen Maße steigen, werden hierfür Gewinneraktien verkauft, oder gibt es ausreichende Cash Rücklagen um die Absicherung zu finanzieren?

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                    • Ingo Nix
                      Ingo Nix kommentierte
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                      Es ist ausreichend Cash vorhanden. Zusätzlich schichten wir innerhalb der Sektoren um oder tauschen auch mal Aktien aus.

                    #30
                    Hallo Herr Nix.

                    Sichert Ihr eigentlich auch die Währung ab? Oder denkt und handelt Ihr komplett in Dollar?

                    Grüße

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                    • Ingo Nix
                      Ingo Nix kommentierte
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                      Wir sind seit Monaten gegen den steigenden Euro abgesichert. :-)
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