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Quartalszahlen Q4 2020 Amazon

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    Quartalszahlen Q4 2020 Amazon

    Als das weltweit größte eCommerce-Unternehmen ist Amazon ohne Frage der größte Gewinner der SARS-CoV-2--bedingten Krise. Entsprechend war das vierte Quartal 2020 ein Fest der Superlative. Mit einem Quartalsumsatz von 125,5 Mrd. USD lag dieser nicht nur erstmalig bei über 100 Mrd. USD, sondern war das Resultat eines Wachstums von sage und schreibe 43,6 % gegenüber der Vorjahresperiode und lag dabei auch noch 4,9 % über den ohnehin schon hohen Erwartungen der Analysten.

    Im Kerngeschäft, dem Online-Handel, trieben die allgemeine Verschiebung zu mehr eCommerce sowie die Akzeptanz von Amazon Prime das Umsatzwachstum auf 46 %. Insbesondere das organische Wachstum außerhalb der USA war mit 57 % sehr stark. Das Werbegeschäft wuchs sogar um satte 66 %, was sogar noch eine sequenzielle Verbesserung der 51 % im dritten Quartal darstellte und womit das höchste Wachstum dieses Segment in elf Quartalen erzielt wurde. Amazon Web Services (AWS) wuchs mit 28 %, wobei der Auftragsbestand sogar um 68 % wuchs.

    Die operative Marge wuchs trotz COVID-19-bedingter Kosten, 175.000 Neueinstellungen und der Expansion von Logistikkapazität um 1,1 %-Punkte auf 5,5 % an. Somit wuchs der operative Gewinn um sagenhafte 77,2 % auf 6,9 Mrd. USD an, was 53,8 % über den Analystenerwartungen lag. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass AWS mit nur zehn Prozent des Umsatzes mehr als 50 % zum operativen Gewinn beiträgt. Der adjustierte Reingewinn wuchs um 53,0 % auf 7,2 Mrd. USD an, was 18,3 % über den Analystenerwartungen lag.

    Der Umsatz-Ausblick für das erste Quartal 2021 liegt rund fünf Prozent über den bisherigen Analystenschätzungen.

    Die Pandemie führte zu einer drastischen Beschleunigung der Verschiebung von physischem zu Online-Handel bzw. eCommerce. Das hat Amazon kräftigen Rückenwind verliehen, womit das Unternehmen seine Vormachtstellung ausgebaut hat.

    Befürchtungen, dass dieser Rückenwind im Jahr 2021 in Gegenwind umschlagen könnte, sind zwar berechtigt, aber je länger der Lockdown anhält und Konsumenten sich an die Bequemlichkeit von Online-Bestellungen bei Amazon und den Mehrwert durch Amazon Prime gewöhnen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie nach dem Lockdown nicht mehr darauf verzichten wollen. Hinzu kommt eine Werbeplattform, die den Werbenden – im Gegensatz zu Google und Facebook – eine geschlossene Umgebung bietet, wo nicht ein Großteil des Werbebudgets irgendwo im Äther verpufft.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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