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Quartalszahlen Q2 2019 Amgen

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    Quartalszahlen Q2 2019 Amgen


    Die aus dem schönen Kalifornien stammende Gesellschaft ist wohl jedem bekannt. Amgen ist eines der führenden unabhängigen Biotechnologie- und Medizinunternehmen, das Medikamente gegen schwere Krankheiten erforscht, entwickelt, herstellt und vertreibt. Die kürzlich vorgestellten Q2 Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 waren im Jahresvergleich etwas unter den Erwartungen, im Quartalsvergleich jedoch wiederum besser. Aber im Einzelnen: der Umsatz lag mit 5,9 Mrd. USD leicht unter den Zahlen zum zweiten Quartal 2018, aber 5,7 % besser als in den ersten drei Monaten 2019. Trotz der sich um 7,5 % erhöhten operativen Ausgaben konnte im Vorsteuerergebnis ein Plus von 10,8 % erwirtschaftet werden, netto immerhin 2,4 Mrd. USD.
    Um die reiferen Produkte nach und nach zu ersetzen wird der Bereich rund um Biosimilars, also Nachahmerprodukte massiv ausgebaut. Das Wachstum hier liegt mit fast 50 % im Quartalsvergleich am höchsten.
    Die Pipeline ist gut gefüllt und auf der World Conference on Lung Cancer in Barcelona gab man am letzten Wochenende einen tieferen Einblick in die aktuellen Entwicklungen. Besonders wichtig für den Markt war das Update für AMG 510 KRAS. KRAS ist ein monomeres G-Protein, das eine entscheidende Bedeutung in der Vermehrung von bösartigen Tumoren besitzt. Es fungiert als zentrales Element in einer Reihe von Signalgebern, welche an der Regulierung von Wachstum und Differenzierung beteiligt sind. Kommt es zu einer Mutation der Krebszelle, ist häufig ein Kontrollverlust des betreffenden Proteins die Folge. In diesem Falle kann es dann zu unkontrollierbaren und zahlreich ablaufenden Zellteilungen kommen. Amgen ist auf dem Wege AMG 510 zur Marktreife zu führen. Die Ergebnisse, die kürzlich vorgestellt worden sind, haben den Markt noch nicht vollends überzeugt. Bei 54 % der der Patienten sprach das Medikament allerdings an und das Krebswachstum wurde verringert, bei 46 % der Versuchsgruppe war die Zellteilung stabil und hat sich nicht weiter beschleunigt. Amgen macht hier vielversprechende Fortschritte, ist aber noch nicht am Ziel.
    Im August gab man die Akquisition der weltweiten Rechte von Otezla von Celgene bekannt. Otezla mit dem Wirkstoff Apremilast ist z.B. zur Behandlung von Arthritis in den USA und weiteren 50 Märkten inklusive Europa und Japan zugelassen. Der Kaufpreis lag bei 13,4 Mrd. USD, die dazugehörigen Patente laufen bis 2028 in den USA. Celegne erwirtschaftete 1,6 Mrd. USD in 2018 und Amgen ist bei zweistelligen Wachstumsraten zuversichtlich das Produkt noch erfolgreicher zu machen. Erfahrungen mit entzündungshemmenden Medikamenten hat mach reichlich und die starke Bilanz, sowie der Free Cash Flow geben Rückenwind für die Transaktion.

    Amgen ist und bleibt in seinem Segment führend. Die gut gefüllte Pipeline und die Diversifizierung durch z.B. Biosimilars ist eine schöne Ergänzung mit starken Wachstumsraten. Die steigenden Forschungsausgaben sind leider ein Kostenfaktor, den Amgen jedoch mit ebenso steigenden freien Mitteln (Free Cash Flow) kompensiert. Wie immer bei Biotechunternehmen ist der Faktor Misserfolg bei Medikamenten ein gegebenes unternehmerisches Risiko, das bei Amgen zwar vorhanden ist, aber durch das erfahrene Management effizient im Gleichgewicht gehalten wird.

    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team

    Ingo Nix

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