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Quartalszahlen Q3 2020 Amgen

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    Quartalszahlen Q3 2020 Amgen

    Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Amgen hat für das dritte Quartal 2020 sehr solide Zahlen abgeliefert. Trotz Corona-Krise wuchs der Umsatz um 12,0 % auf 6,4 Mrd. USD, das EBIT um 14,0 % auf 3,2 Mrd. USD und der adjustierte Reingewinn um 16,9 % auf 2,6 Mrd. USD., womit diese Zahlen zwischen 0,9 % (Umsatz) und 15,1 % (Reingewinn) über den Schätzungen der Analysten lagen. Auch die EBIT-Marge lag 2,1 %-Punkte über den Erwartungen der Analysten. Der Free Cashflow blieb mit 3,2 Mrd. USD konstant. Die Dividende wurde um zehn Prozent angehoben.
    Erfreulich war, dass das Wachstum von zwölf Prozent bei den Produktumsätzen gänzlich vom Volumen (+18 %) und nicht – wie so oft in dieser Branche – durch Preissteigerungen getrieben war. Die Differenz zwischen Volumenwachstum und Produktumsätzen ist einem negativen Preiseffekt zuzuschreiben, der vor allem auf Listenpreisänderungen und generische Konkurrenz bei älteren Produkten zurückgeführt werden kann.

    Insbesondere letzteres ist für reife Unternehmen in der Biotech- und Pharmabranche völlig normal. Das heißt aber auch, dass Amgens Wirkstoff-Pipeline liefern muss, um diese generische Erosion zu kompensieren und trotzdem noch Wachstum generieren zu können. Was dieses Thema anbelangt, schienen manche Marktteilnehmer zuletzt besorgt, was die Schwäche der Aktie über die letzten drei Wochen erklärt.

    Das nächste Update zur Pipeline werden wir im Laufe dieses Quartals erhalten, wenn Amgen Phase-III-Daten zum experimentellen Wirkstoff Tezepelumab berichtet, welches für eine schwere, nicht kontrollierte Form von Asthma eingesetzt werden soll. Weitere wichtige klinische Daten zum experimentellen Krebswirkstoff Sotorasib, welcher bei Lungen- und Darmkrebs in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten eingesetzt werden soll, erhalten wir ab dem zweiten Quartal 2021.

    Während der Ausblick für den Umsatz für das Gesamtjahr 2020 eingeengt wurde, wurde er für den Gewinn pro Aktie erneut erhöht.

    Die Tatsache, dass Amgen trotz der Corona-Krise Wachstum im zweiten Quartal 2020 erwirtschaften konnte, zeigt erneut die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells eines Therapeutika entwickelnden Biotechnologie-Unternehmens. Das Sentiment bei Biotech-Aktien ist jedoch vor allem vom klinischen Newsflow abhängig. Entsprechend stellt die Bekanntgabe der oben genannten klinischen Daten einen wichtigen Katalysator für die Aktie dar.

    Herzliche Gruße
    Ingo Nix
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