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Quartalszahlen Q4 2020 Amgen

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    Quartalszahlen Q4 2020 Amgen

    Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Amgen konnte für das vierte Quartal 2020 solide Zahlen abliefern. Der Umsatz wuchs um 7,1 % auf 6,6 Mrd. USD, das EBIT um 4,1 % auf 2,7 Mrd. USD und der adjustierte Reingewinn um 2,5 % auf 2,2 Mrd. USD., womit diese Zahlen zwischen 1,3 % (Umsatz) und 12,7 % (Reingewinn) über den Schätzungen der Analysten lagen. Trotz einem Free Cashflow, der mit 2,0 Mrd. USD 13 % unter dem Vorjahresquartal lag, wurde die Dividende konstant gehalten.

    Vor dem Hintergrund erneuter pandemiebedingter Unterbrechungen in der Lieferkette war das Wachstum bei den Produktumsätzen erfreulich. Dabei waren Otezla, ein noch relativ neues, bei verschiedenen Autoimmunkrankheiten eingesetztes Medikament, sowie die Biosimilar-Franchise die Highlights im abgelaufenen Quartal. Beide lagen signifikant über den Erwartungen der Analysten.
    Auf der weniger erfreulichen Seite lag das als Base Business bezeichnete Portfolio an älteren Produkten, deren Patente abgelaufen sind und die unter generischer Erosion und negativen Listenpreisänderungen leiden – was für reife Unternehmen in der Biotech- und Pharmabranche jedoch völlig normal ist.

    Zu einer Enttäuschung führte das teils temporäre, teils finale Beenden bestimmter Projekte im Segment Onkologie, weshalb die Rufe nach mehr Early-/Mid-Stage Business Development und M&A wieder lauter wurden. Bevor Amgen in dieser Hinsicht etwas unternimmt, wird das Unternehmen aber sicherlich erst mal die in den nächsten Monaten anstehenden klinischen Daten für wichtige Pipeline-Projekte abwarten.
    So stehen ab dem zweiten Quartal wichtige klinische Daten zum Krebswirkstoff Sotorasib bei Lungen- und Darmkrebs in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten an. Des Weiteren gibt es im weiteren Verlauf des Jahres finale Phase-III-Daten zu Tezepelumab bei einer schweren, nicht kontrollierten Form von Asthma. Und die Daten zu Amgen Biosimilars für Soliris und Eylea (beide Originalpräparate sind Multi-Milliarden-Produkte) sollte man auch auf dem Radarschirm haben.

    Der Mittelpunkt der Bandbreiten des Ausblicks für Umsatz und Gewinn pro Aktie für das Jahr 2021 liegt jeweils etwas unter den Erwartungen der Analysten – beim Gewinn pro Aktie jedoch auch aufgrund einer Änderung in der durch die US-GAAP-Rechnungslegung vorgegebenen Berechnungsweise.

    Amgen ist ein gut diversifiziertes und für seine gute Kostenkontrolle bekanntes Biotech-Unternehmen. Die Auswirkungen binärer Risiken klinischen Newsflows sowie von Patentabläufen sind somit geringer als bei anderen Biotech-Unternehmen. Nichtsdestotrotz ist das Sentiment bei Biotech-Aktien vor allem vom klinischen Newsflow abhängig. Für eine gute Performance braucht die Aktie also positiven Pipeline-Newsflow.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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