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Quartalszahlen Fiskaljahr Q3 2021 Apple

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  • Osman
    antwortet
    Als Apple Aktionär kosten mich die tollen, teuren Produkte teilweise nichts und man freut sich doppelt, wenn eigene Bekannte Apple Produkte kaufen;-)

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  • Fonds Team Ingo Nix
    hat ein Thema erstellt Quartalszahlen Fiskaljahr Q3 2021 Apple.

    Quartalszahlen Fiskaljahr Q3 2021 Apple

    Das abgelaufene dritte Quartal, welches durch ein gebrochenes Geschäftsjahr für Apple am 26.06.21 endete, war erneut von Superlativen gespickt. Selbst erfahrene Analysten lagen mit ihren Prognosen meilenweit daneben. Umsatzseitig erwirtschaftete der Konzern 81,4 Mrd. USD, wobei der Bruttogewinn 35,3 Mrd. USD oder in Prozent ausgedrückt 43,3 % Gewinn vom Umsatz betrug.
    Mit einer Prognose von 19,9 Mrd. USD hatten sich Analysten beim operativen Ergebnis verschätzt, denn dieses lag im dritten Quartal bei 24,1 Mrd. USD. Das Vorsteuerergebnis mit 24,4 Mrd. und der Nettoertrag mit 21,7 Mrd. USD wiesen jeweils ein Wachstum von 85,5 % bzw. 93,2 % zum Vergleichsquartal Q3 2020 aus. Außerdem wurde der Free Cashflow auf 19 Mrd. USD beziffert.

    Zum Vergleich die Entwicklung des Free Cashflow der vergangenen Jahre:

    • Q3 2017: FCF 6,7 Mrd. USD
    • Q3 2018: FCF 11,2 Mrd. USD
    • Q3 2019: FCF 9,6 Mrd. USD
    • Q3 2020: FCF 14,7 Mrd. USD
    • Q3 2021: FCF 19 Mrd. USD

    Apple verzeichnete in allen Regionen Wachstum – Spitzenreiter war China mit einer Steigerung von 58 %, wo 14,7 Mrd. USD Umsatz (18,1 % der Gesamtumsätze) erzielt wurden. Am zweitstärksten wuchs die Region Amerika mit 32,7 % auf 35,8 Mrd. USD (44 % der Gesamtumsätze), Europa verbuchte 18,9 Mrd. USD Umsätze (23,3 % der Gesamtumsätze), was einem Plus von 33,6 % gleichkam. Japan und der Rest des asiatischen Raumes wurden mit 6,5 Mrd. USD bzw. 5,4 Mrd. USD berichtet, beide verzeichneten ein Wachstum von 30 % zum Vergleichszeitraum Q3 2020.

    Wie im letzten Quartalsbericht von uns angedeutet, bewahrheitet sich der Superzyklus.

    Die iPhone-Umsätze kletterten um fast 50 % auf 39,5 Mrd. USD und machten damit 48,6 % der Gesamtumsätze aus. Während die iPad-Umsätze (9,04 % der Gesamtumsätze) 12 % auf 7,4 Mrd. USD sprangen, lagen die Mac-Erlöse mit 8,2 Mrd. USD (10 % der Gesamtumsätze) 16 % im Plus. Andere Produkte aus Bereichen wie Wearables, Home & Accessories (Apple Watch, HomePod, AirPods) machten nunmehr schon 10,8 % der Gesamtumsätze aus, denn sie zogen um 36 % auf 8,8 Mrd. USD an. Darüber hinaus setzte der wichtige Servicebereich mit 17,5 Mrd. Umsatz neue Maßstäbe.

    Summiert man nun die Produktsegmente (iPhone, Mac, iPad, Wearables) kommt man hier auf einen Umsatz von fast 64 Mrd. USD. Der Bruttogewinn lag bei 23 Mrd. USD, wobei sich die Marge 36 % beziffern lässt. Mitunter aufgrund von Millionen zahlender Abonnenten verbuchte der Servicebereich 17,5 Mrd. Umsatz, dem ein Bruttogewinn von 12,2 Mrd. USD gegenüberstand - also kam hier eine Marge von rund 70 % zustande.

    Auch hier ein Vergleich:

    • Q3 2017: Serviceumsatz 7,3 Mrd. USD
    • Q3 2018: Serviceumsatz 10,2 Mrd. USD
    • Q3 2019: Serviceumsatz 11,5 Mrd. USD
    • Q3 2020: Serviceumsatz 13,1 Mrd. USD
    • Q3 2021: Serviceumsatz 17,5 Mrd. USD

    Man sieht also sehr deutlich, wo im Grunde das meiste Geld verdient wurde, im Service! Gegenwind könnte allerdings ab 2022 kommen: Denn in einem Streit mit der japanischen Fair Trade Commission über finanzielle Rahmenbedingungen im App Store, kommt Apple den Anbietern von Apps im Medienbereich entgegen. Ab Anfang 2022 können Anbieter wie Netflix, Amazon oder Spotify aber auch Medienverlage und E-Book-Anbieter ihren Kunden einen Hinweis zur Erstellung eines kostenpflichtigen Kontos zusenden, damit umgeht man die Umsatzbeteiligung von Apple. Dieser Kompromiss gilt jedoch nicht für Spieleentwickler.


    Aber Apple wäre nicht so erfolgreich, wenn man nicht schon wieder ein Ass im Ärmel hätte. Zumindest gibt es immer wieder Gerüchte zu einem möglichen Einstieg in die Elektromobilität. Zwar hält sich der Konzern wie gewohnt mit einer offiziellen Ankündigung zurück, Analysten schätzen das Potenzial jedoch sehr hoch ein. So berichtete CNBC, dass das Analysehaus Bernstein (USA) bis 2025 mit der Einführung eines E-Autos durch Apple rechnet und darüber hinaus sogar bis 2030 1,5 Mio. Fahrzeug-Verkäufe prognostiziert. Als potenzieller Partner ist immer wieder Hyundai im Gespräch. Sollte Apple diesen Schritt gehen, dann müssten sich etablierte Anbieter von E-Autos sicherlich warm anziehen.

    Außerdem wird im Voraus bereits über die neue Apple Watch (Serie 7) spekuliert: Hier sollen offenbar ein größeres Display sowie schnellere Prozessoren verbaut und zusätzlich mehr Gesundheitsanwendungen angeboten werden. Blutzuckergehaltmessungen sollen über einen Lichtsensor durchgeführt werden können, auch Notfallsignale bei Ertrinkungsgefahr sowie Temperaturfühler sind immer wieder Teil von Gerüchten.

    „Was heißt das konkret für mich!?“
    Für Apple gilt das Gleiche wie für Alphabet, Amazon & Co.: „love it, or leave it“. Unsere Zukunft werden diese Konzerne sicherlich mitgestalten, mit oder ohne deren Aktien im Portfolio.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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