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Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2019 Apple

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    Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2019 Apple

    Noch im August war vermehrt zu lesen, dass Analysten an der Story von Apple zweifeln. Über sinkende Umsätze im Produktbereich und fehlende Phantasie für zukünftiges Wachstum war in den Schlagzeilen zu lesen. Wir berichteten im Forum und waren damals schon anderer Meinung. 25 % konnte unser Depotwert seitdem zulegen, die Kursentwicklung liegt in diesem Jahr bei plus 57 %.

    Die berichteten Zahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2019 lassen nun alle Pessimisten zweifeln. Um dies besser erfassen zu können, stehen die nachfolgenden Zahlen alle im Vergleich zum vorherigen Q3 2019. Der Umsatz stieg um 19 % auf 64 Mrd. USD, der Bruttogewinn betrug plus 20,2 % und stieg auf 24,3 Mrd. bei operativen Kosten auf gleichem Niveau. Der Vorsteuergewinn betrug 16,1 Mrd. (plus 35,5 %). Netto wurden 13,7 Mrd. USD verdient. Der wichtige Free Cash Flow erreichte 17,1 Mrd. USD. Apple krönte jedoch seine Bilanz mit 100 Mrd. USD an Kassenbestand und kurzfristen Anlagen in Wertpapieren.

    Schauen wir nicht nur auf die großen Zahlen, sondern konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Der Umsatz mit Produkten lahmt weiter, 51,5 Mrd. USD oder minus 1,5 % standen im Vergleich zu Q4 2018 auf der Uhr. Mit iPhones wurden 33,3 Mrd. (minus 9,2 %), mit Macs sieben Mrd. (minus 4,8 %), mit iPads 4,6 Mrd. (plus 16,9 %) und mit Wearables 6,5 Mrd. (plus 54,4 %) umgesetzt. Die Apple Watch ist hier u.a. ein zentrales Thema, denn das Wachstum in diesem Bereich ist seit Quartalen sehr stark. Setzte man in Q4 2018 noch 4,2 Mrd. um, sind es aktuell gut 50 % mehr. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 12,7 % nach noch acht Prozent vor zwölf Monaten.

    Die iPhone-Umsätze an sich sind weiter rückläufig: betrugen sie noch 36,7 Mrd. in Q4 2018, sind es aktuell nur 33,3 Mrd.. CEO Cook ist für das Weihnachtsgeschäft und das neue Modell 11 jedoch sehr zuversichtlich. Die Vorbestellungen der Händler sind wohl sehr groß. Was uns viel besser gefällt, sind die steigenden Umsätze und vor allem Erträge in der Servicesparte. Das Wachstum lag bei plus 18 % und der Umsatz stieg auf 12,5 Mrd. USD.

    Zwar werden die Margen nicht direkt ausgewiesen, aber berechnen kann man sie trotzdem. Die Gesamt-Bruttomarge aller Produkte liegt bei ca. 31,6 % von 32,5 % noch in Q4 2018. Die Bruttomarge beim Service beträgt 64,1 % nach noch 61,3 % vor zwölf Monaten. Hier liegt die Chance für Apple. Die Basis der verkauften Geräte ist enorm groß und wird von Monat zu Monat größer. Die Anzahl der bezahlenden Abo-Kunden liegt knapp unter 500 Millionen. Apple wickelte drei Mrd. an Zahlungen mit Apple Pay in diesem Quartal ab, mehr als z.B. PayPal. Der Servicebereich ist also der Dreh- und Angelpunkt und der Werttreiber für zukünftiges Wachstum. Nicht zu vergessen ist die Kundenzufriedenheit, 90 % in der aktuellen Umfrage sprechen für sich.

    Kommen wir kurz zur Bilanz. Der Free Cash Flow lag bei 17,1 Mrd. für die letzten drei Monate. Für das Fiskaljahr 2019 summierte sich dieser Betrag auf fast 60 Mrd. USD. Kein Wunder, dass Apple auf über 100 Mrd. an Kassenbestand und kurzfristen Kapitalanlagen sitzt.

    Im abgelaufenen Quartal wurden 3,5 Mrd. für Dividenden und 18 Mrd. für Aktienrückkäufe ausgegeben. Nimmt man den Mittelwert des Applekurses in diesem Zeitraum, so kommt man auf ca. 200 USD. Dies würde ca. 90 Mio. Aktien entsprechen. Bei ca. 27,6 Mio. täglich gehandelten Titeln in New York, ergibt das 7,5 % des Tagesvolumens. Nicht schlecht – das zeigt aber auch, dass die Unternehmen selbst die Kurse mitbestimmen. Der Ausblick für das aktuelle Quartal liegt laut Management bei Umsätzen zwischen 85,5-89,5 Mrd. USD, die Bruttomarge bei 37,5-38,5 %, operative Ausgaben sollen in einer Spanne von 9,6-9,8 Mrd. USD liegen. Wir sind mit den Zahlen mehr als zufrieden, zeigen sie doch, dass Apple immer noch eine Wachstumsaktie ist, wenn auch nur im Servicebereich.

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