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Quartalszahlen Q4 2021 Atlas Copco

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    Quartalszahlen Q4 2021 Atlas Copco


    Atlas Copco berichtete Zahlen für das vierte Quartal 2021, die zwar solide ausfielen, aber die hohe Bewertung nicht widerspiegeln. Der Umsatz betrug 29,5 Mrd. SEK oder 14,7 % mehr als noch im Vergleichsquartal Q4 2020. Die Bruttomarge lag bei 41,9 %, nach zuvor 41,8 %. Netto verdiente man 4,89 Mrd. SEK, was einer Marge von 16,6 % nach 16,3 % in Q4 2020 entsprach. Der Free Cash-Flow wurde mit 7,36 Mrd. SEK beziffert, nach noch 7 Mrd. SEK im Vergleichsquartal.
    Der Auftragseingang wuchs mit 30 (organisch 26 %) auf nunmehr 33,5 Mrd. SEK.

    Geografisch waren die neuen Aufträge wie folgt verteilt:

    • Nord-Amerika: 24 % des Volumens
    • Süd-Amerika: 3 % des Volumens
    • Europa: 30 % des Volumens
    • Afrika/Mittlerer Osten: 4 % des Volumens
    • Asien: 39 % des Volumens

    Darüber hinaus konnten alle Geschäftssegmente zum Umsatzwachstum beitragen: Die Kompressor-Technik verbuchte einen Umsatz von 13,1 Mrd. SEK (44,2 % des Gesamtumsatzes) mit einer operativen Marge von 23,9 %, der Bereich Vakuum 7,9 Mrd. SEK (also ein Anteil von 26,7 %) mit einer Marge von 23,1 %, der Industriebereich 5,2 Mrd. SEK (was 17,5 % entsprach) bei einer Marge von 21,5 % und final das Powergeschäft 3,4 Mrd. SEK Umsatz (dieser Teil des Gesamtumsatzes betrug 11,5 %), das eine operative Marge von 16,3 % erwirtschaftete.

    Wichtige Kennzahlen im Vergleich zum Vorquartal und Analystenschätzungen

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ID: 11164
    Atlas vermochte es wieder mal zu Punkten und in allen Geschäftsbereichen zu wachsen, soweit so gut. Aber was hat der Börse an den Zahlen nicht gefallen?

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ID: 11165

    Die reinen Zahlen lesen sich ganz gut, jedoch ist die Bewertung von Atlas nicht gerade günstig. In guten alten Zeiten, also vor 2008 wurden Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) für Maschinenbauer bzw. diese Art von Industriegruppen von im Schnitt 15 bezahlt. Gut damals gab es auch noch Zinsen und die Geldfluten der Zentralbanken waren noch nicht so weit geöffnet wie zuletzt. Das KGV stieg dann im Zeitverlauf über 30 (2015-2019) und zuletzt sogar teils über 40.

    Diese Übertreibung wird nun korrigiert und man besinnt sich wieder auf alte Tugenden, dem Zinsniveau angepasst. Der Rückgang des Kurses von Atlas hat also nichts mit dem soliden Geschäft oder den Zukunftsaussichten zu tun, sondern vielmehr mit den Bewertungsparametern des Marktes. Atlas wird aktuell mit einem KGV für 2022 von 28,5 bewertet, 2023 dann von 26 und 2024 von 24,7. Dem Markt ist das noch ein wenig zu viel, natürlich wären Werte um 15 ein Traum! Geht man allerdings realistisch vor, können KGVs von 20-22 durchaus in den nächsten Quartalen noch drin sein, entweder durch Kursrückgänge oder durch überdurchschnittliches Wachstum.

    Was heißt das konkret für mich?
    Atlas ist ein solides Unternehmen mit treuen Kunden, einem top Management und auskömmlichen Margen. Die Bewertung mit der anstehenden Zinsveränderung, vor allem in den USA ist aber dem Markt ein wenig zu hoch.


    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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