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Bakkafrost Quartalsergebnis Q2 2106

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    Bakkafrost Quartalsergebnis Q2 2106

    Bakkafrost hat diese Woche das Ergebnis für das Q2 2016 und H1 2016 veröffentlicht. Das operative Ergebnis fiel in Q2 mit DKK 307 Mio. unter den Erwartungen von DKK 322 Mio. aus. Der Farming-Bereich verdiente aufgrund des stark gestiegenen Spotpreises von Lachs überproportional gut und das Betriebsergebnis stieg gegenüber dem Q2 2015 um 44% auf DKK 357 Mio. Dagegen musste der Value-Added-Produkt-Bereich (z.B. Lachsfilet) einen Verlust von DKK 68 Mio. hinnehmen. Grund für diesen Verlust ist die Preispolitik von Bakkafrost. Mit den Händlern werden i.d.R. längerfristige Verträge (9-12 Monate) im vierten oder ersten Quartal eines Jahres abgeschlossen. Der aktuell vereinbarte Preis von Q4 2015 bzw. Q1 2016 liegt aufgrund der stark gestiegenen Lachspreise insbesondere ab dem zweiten Quartal 2016 deutlich unter dem Durchschnittspreis 2016. Das Rohprodukt Lachsfilet dagegen wird intern zu Spotpreisen (buchhalterisch) eingekauft. Die hohe Preisdifferenz führte zu einem höheren Verlust im Segment Value-Added-Produkt. Für das Gesamtergebnis werden natürlich die Einzelsegmente addiert. Die Aktie stieg dennoch bei Bekanntgabe der Ergebnisse an, da Bakkafrost u.a. bekannt gab, dass die Verträge mit den Händlern ab Q4 2016 an die aktuellen Preise angepasst werden. Dies hat einen positiven Effekt auf das Jahresergebnis. Auch der stärkere Nachfragerückgang aus Russland konnte Bakkafrost durch Lieferungen nach Europa, USA und Asien kompensieren. Dadurch hat sich die Abhängigkeit von Russland substanziell reduziert.
    Die operative Marge lag Ende Juni bei 39% und der erzielte Preis pro Betriebsgewinn lag bei NOK 27,88. Im Vergleich dazu hier die Werte von Marine Harvest, dem größten Lachsproduzenten weltweit: operative Marge 18% und erzielter operativer Gewinn pro KG: NOK 16,20.
    Das Gespräch mit CEO Regin Jacobsen bestätigte unsere positive Meinung zu Bakkafrost, weil u.a. in 2017 das Angebot von Lachs weltweit „nur“ um etwa 2% bis 3% zunehmen sollte. Die Nachfrage nach Lachs aber weiterhin deutlich darüber liegen sollte. In diesem Jahr gab es sogar ernsthafte Lieferprobleme, da die Nachfrage durch das Angebot nicht gedeckt werden konnte. Im Gegensatz zum Markt und einigen Analysten erwarten wir daher keinen Einbruch der Lachspreise in 2017, dies sollte sich dann auch positiv auf die G+V von Bakkafrost auswirken, zumal Bakkafrost jetzt schon 50% der VAP-Produkte für 2017 auf dem aktuell hohen Niveau verkauft hat.
    Fazit: Aufgrund der niedrigen Bewertung und der aus unserer Sicht weiterhin guten Angebots- und Nachfragesituation bleiben wir weiterhin fest in Bakkafrost engagiert.
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