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Quartalszahlen Q3 2020 Bakkafrost

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    Quartalszahlen Q3 2020 Bakkafrost

    Die Zahlen des Aquakulturbetreibers Bakkafrost für das dritte Quartal 2020 waren durchwachsen. Während der globale Atlantiklachsmarkt um 4,8 % wuchs, konnte das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,1 Mrd. DKK ein Wachstum von 12,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal erzielen. Dieses Wachstum ist aber vor allem der Akquisition von The Scottish Salmon Company (SSC) zuzuschreiben, deren Zahlen seit Oktober 2019 konsolidiert werden. Insgesamt wurden 21.600 Tonnen Lachs geerntet, wovon 51 % aus deren Beständen an ihrem Hauptsitz, den Faröer-Inseln (FO), kamen und 49 % aus Schottland (SCT). Während Erntevolumen und Umsatz in SCT entsprechend den Erwartungen des Unternehmens ausfielen, lag das geerntete Volumen in FO 14 % unter der Vorjahresperiode, was zusammen mit geringeren Marktpreisen für Lachs zu einem um 23,5 % verminderten Umsatz führte. Aufgrund der zum Teil durch Corona unterbrochenen Lieferketten, wurde ein größerer Teil des geernteten Lachses als sonst zur internen Herstellung sogenannter Value Added Products (VAP) verwendet (anstatt diesen am Markt zu verkaufen), was zu einem VAP-Volumenzuwachs von 44 % und einem Umsatzanstieg um 16 % führte. Das Produktionsvolumen von Fischprodukten (andere Fischarten), Fischöl und Fischfutter (FOF) lag zwar signifikant über dem Vorjahr, umsatzseitig jedoch auf Vorjahresniveau, da ein Großteil dieser Produkte in die eigene Lachszucht floss.

    Geringere Marktpreise für Lachs und größtenteils wetterbedingte Wertberichtigungen auf die biologischen Aktiva von insgesamt 124 Mio. DKK führten am Ende zu einem EBIT von 103 Mio. DKK, was 66,2 % unter Vorjahresniveau und 26,7 % unter den Analystenschätzungen lag. Der berichtete, adjustierte Reingewinn (2,3 % unter Vorjahresniveau) wiederum profitierte davon, dass die o.g. Wertberichtigungen dort nicht enthalten sind, es im dritten Quartal keine Rückstellungen gab sowie von geringeren Steuerzahlungen.

    Während das Management von Bakkafrost auch für das vierte Quartal von negativen Auswirkungen der SARS-CoV-Pandemie ausgeht, erwartet es dennoch ein Marktwachstum für den Atlantiklachs von fünf Prozent. Für 2021 erwartet das Management sogar, dass weltweit nicht genug Atlantiklachs produziert werden kann, um die Nachfrage zu befriedigen. Gleichzeitig sollen aber neue Produktionskapazitäten bei Bakkafrost an den Start gehen.

    Die vertikale Integration des Unternehmens verleihen Bakkafrost eine gewisse Flexibilität, um exogene Schocks (Covid-19 Pandemie, extreme Wetterereignisse etc.) zumindest teilweise zu kompensieren. Falls sich der Markt im Jahr 2021 wie vom Management erwartet entwickelt, sollten sich die Lachspreise normalisieren und Bakkafrost davon sowie von seiner dann höheren Produktionskapazität profitieren.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix

    #2
    Ich habe letzte Woche das erste mal frischen Lachs von den Faröer gegessen.
    Das ist geschmacklich der Knaller! Da kann Norwegen einpacken.

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      #3
      hallo,
      ich hätte gern gewusst, was ein investment in die bakkafrost aktie heute noch rechtfertigt?
      meine bedenken sind folgende:
      sowjetischer atommüll, eine tickende zeitbombe der arktis. quelle MDR
      auch wenn die färörer inseln nicht gerade in der unmittelbaren nachbarschaft liegen, bedeutes so ein ereignis das unmittelbare ende des titels. wobei das wohl auch nur das kleinste übel sein wird. leider.
      das fondmanagement legt, soviel mir bekannt, strenge regeln an die umweltverträglichkeit der ausgewählten aktien?! aufgrund dieser auflagen ist es schwierig zu erklären, weshalb unser fond diese aktie im portfolio hat.
      über eine antwort würde ich mich freuen.
      altea_de
      p.s. mein erster beitrag hier aber ich denke er ist sachlich formuliert


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        #4
        Die angebliche "Bombe" tickt schon seit 20 Jahren und mehr. Klar sind Aktien immer Risiko. Die Umweltauflagen sind so hoch und werden regelmäßig (täglich) geprüft, eine Verschlechterung der Qualität würde also extrem schnell auffallen.
        LG Ingo Nix

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          #5
          hallo herr nix,
          danke für die antworten auf meinen beitrag.
          wollen wir für unsere arche hoffen das die bombe noch lange tickt bis sie dann doch noch 5 vor zwölf entschärft werden kann.

          bei den umweltauflagen habe ich aber so meine zweifel. als norwegenfreund und aktiver angler über viele jahre in norwegen, bekommt man so einiges mit. das fängt beim futter an und hört bei der verschmutzung unter den zuchtanlagen auf. wo viele lebewesen unmittelbar auf engstem raum zusammenleben, gibt es zudem auch krankheiten. das beste beispiel kann jeder zzt. hautnah im täglichen leben selbst erleben an den aufzuchtbecken kommt auch der onkel doktor.

          an dieser stelle ein lob und weiter so an das fondsmanagement. die ampel steht auf gelb und es geht in kleinen schritten auswärts. aber achtung!! das dicke ende kommt noch.
          mfg altea_de

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            #6
            Guten Morgen, Wir waren selber schon vor Ort bei Bakka und haben uns alles angeschaut. Daher ist der Eindruck der Zuchtanlagen sehr gut und auch das Management macht einen nachhaltigen Job.
            Lieben Gruß Ingo Nix

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