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Quartalszahlen Q2 2021 Check Point Software

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    Quartalszahlen Q2 2021 Check Point Software

    Das Cybersecurity-Unternehmen Check Point Software Technologies hat seine Zahlen zum zweiten Quartal 2021 präsentiert. Der Umsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 4,1 % auf 526 Mio. USD und lag damit geringfügig über den Analystenschätzungen. Derweil überstieg der Bruttogewinn die Vergleichszahlen um 3,4 %, die Bruttomarge wurde mit 89,1 % berichtet. Der Nettogewinn mit 186 Mio. USD lag leicht unter dem Wert des Vergleichsquartales (196 Mio. USD). Leicht erhöhte Umsatzkosten und Ausgaben für Forschung sowie ein Marketingbudget, das um 8 Mio. USD erweitert wurde, waren die Gründe. Dafür stieg der Free Cash-Flow um 4,7 % auf 260 Mio. USD.


    Die drei wichtigen Produkte Cloud, Harmony und die Infinity-Plattform wuchsen im zweistelligen bzw. dreistelligen Bereich. Der Bereich „Products & Licenses“ war mit 119,1 Mio. USD leicht rückläufig im Vergleich zu Q1 2021, als sich der Wert noch auf 122,6 Mio. USD belief. Dagegen lag der Bereich „Subscriptions“, also der Abo-Teil, mit 183,7 Mio. USD jedoch deutlich im Plus – im Quartal zuvor waren es noch 164 Mio. USD gewesen. Wiederkehrende Erträge gewinnen an Bedeutung, denn sie weisen auf zufriedene Kunden hin. Diese beiden Teilsegmente ergeben in Summe einen Umsatz von 302,8 Mio. oder 5,6 % mehr. Der Großteil des Umsatzes (42,4 %) wird durch Software-Updates und Wartungsaufträgen eingefahren: Hier wurden 223,3 Mio. USD nach noch 219 Mio. im Vergleichszeitraum erwirtschaftet.

    Wie das Management berichtet, stiegen die globalen Attacken mit Ransomware, also z.B. Erpressungstrojaner, im Zeitraum Juni 2020 bis Juli 2021 um 93 Prozent. Lateinamerika und Europa verzeichneten den größten Zuwachs solcher Schadprogramme.


    So ist es nicht verwunderlich, dass Microsoft und Alphabet in den nächsten 5 Jahren 20 Mrd. bzw. 10 Mrd. USD für die Sicherheit im Netz ausgeben wollen. Microsoft geht sogar noch einen Schritt weiter und spendiert 150 Mio. USD in technischen Service für US-Behörden auf lokaler- und Bundesebene. Diese Zusicherung kam während eines Gespräches im Weißen Haus mit US-Präsident Biden zustande. Die Sicherheit im Netz wird immer wichtiger, den Staaten ist dieses immer stärker werdende Problem mit Hackerangriffen bekannt. Allerdings nehmen viele Unternehmen die Bedrohung, die bereits allgegenwärtig ist und in den nächsten Jahren um einiges schlimmer werden kann, immer noch nicht ernst genug.

    Das zeigt auch der jüngste Diebstahl von 600 Mio. USD bei Poly Network: Das auf den Transfer von Kryptowährung spezialisierte Unternehmen musste zusehen, wie Hacker sämtliche Konten leerräumten. Glück im Unglück: Der Hacker wollte lediglich aufzeigen, wie einfach es ist, vermeintlich hochkomplexe Sicherheitsvorkehrungen zu überlisten. Wie zu lesen war, wurde ein großer Teil des Geldes wieder freiwillig zurückgegeben. Es ist also höchste Zeit, den digitalen Burggraben der Unternehmensfestungen zu vertiefen und die Tore massiv zu verstärken. Von dieser wachsenden Notwendigkeit, digitale Sicherheitsmaßnahmen auszuweiten, könnte Check Point durchaus profitieren. Für das laufende Quartal plant Check Point mit einem Umsatz zwischen 515 und 540 Mio. USD und avisiert einen Nettogewinn von um die 220 Mio. USD.


    „Was heißt das konkret für mich!?“
    Check Point thront auf einem soliden und gut kalkulierbaren Geschäftsmodell – seit Jahren zeigt sich der Umsatz des Cybersecurity-Unternehmens mit einem Wert von etwa vier Prozent stabil. Die Bruttomarge liegt stets knapp unterhalb von 90 Prozent. Doch mit Blick auf die zukünftigen Investitionen der großen Softwarekonzerne scheint es so, dass noch deutlich Luft nach oben ist.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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