Nach dem Motto „the winner takes it all“ folgt ein Paukenschlag nach dem nächsten. Das US-Unternehmen Verizon kündigte diese Woche an, den Bereich Online-Medien zu verlassen. Damit steigt erneut ein ganz Großer aus dem direkten Wettbewerb mit Facebook aus. Die zum Konzern (Verizon) gehörenden Sparten AOL und Yahoo werden für fünf Milliarden USD an die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management verkauft. Bezahlt hatte man für AOL (2015) vier Milliarden und 2017 für Yahoo rund 4,5 Milliarden USD. Der Plan war, Facebook und Alphabet die Stirn zu bieten - nun muss man den Verlust abschreiben.
Facebook wird wohl mit dieser Niederlage von Verizon nun immer größer und mächtiger. Der Datenschatz von 1,9 Milliarden Nutzerprofilen allein bei Facebook dürfte das gesammelte Wissen vom KGB, der CIA und Mossad übersteigen.
Der Umsatz im abgelaufenen Quartal belief sich auf 26,1 Mrd. USD, einem Plus von 47,6 % und lag sogar rund zehn Prozent über den Schätzungen der Analysten. Der Bruttogewinn lag bei 21 Mrd., oder 47,4 % über dem Wert des Vorjahres. Durch die unterproportional steigenden Betriebsausgaben konnte ein operativer Gewinn von 11,3 Mrd. USD (plus 93 %) ausgewiesen werden. Die Nettomarge lag bei 36,3 % nach noch 27,6 % im Vorjahresquartal. Der Free Cash-Flow wurde mit rund acht Milliarden berichtet.

Die Zahlen waren schon sehr gut, auch wenn es hier und da ein Haar in der Suppe gab. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer wuchs nur acht Prozent zum Vorjahr auf 1,88 Milliarden und lag damit leicht unter den Prognosen des Marktes (1,89 Milliarden). Auch bei den monatlich aktiven Nutzern (2,85 Milliarden) verfehlte die Gesellschaft nur leicht die Erwartungen, die bei 2,86 Milliarden lagen. Dafür kletterte der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer auf 9,27 USD, was deutlich über den prognostizierten 8,40 USD lag. Aber wie gesagt, das sind wirklich nur Momentaufnahmen.
CEO Zuckerberg war im Call ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen und betonte, dass man auch in Zukunft sehr viel investieren möchte, um Nutzer mit neuen und nachhaltigen Erlebnissen zu versorgen, sicherlich gehört Augmented und Virtual Reality auch dazu. Geld dafür ist reichlich vorhanden. Liegen doch 64 Mrd. liquide Mittel per Ende Q1 2021 auf dem Konto.

Für das laufende Quartal geht man von stabilen und leicht wachsenden Umsätzen aus. Die Prognose der Steigerungsraten für die kommenden Quartale bis Jahresende sind aufgrund des Basiseffektes im Vergleich zum Vorjahr eher verhalten. Das absolute Wachstum wird aber wohl weiter anhalten.

„Was heißt das konkret für mich!?“
Mit mehr als 200 Mio. Unternehmen auf der FB-Plattform, bislang schalten nur rund zehn Mio. auch wirklich Werbung, ist das Potenzial groß genug, um weiter kräftig wachsen zu können. Wie schon gesagt: „the winner takes it all“.