Unser Depotwert Gilead Sciences baut seine Beteiligung an der belgischen Galapagos NV von 12,3% auf 22% aus.
Für das Equity Investment werden 1,1 Mrd. USD bezahlt plus 3,95 Mrd. als Upfront.
Dafür erhalten sie außerhalb Europas die exklusiven Produktrechte für Medikamente, die sich noch in der Forschungspipeline befinden, plus zwei Sitze im Board von Galapagos.
Der Deal ist für beide Parteien sehr gut, denn Gilead sucht nach neuen Medikamenten, um damit seinen Umsatz anzukurbeln. Galapagos hingegen hat sechs Substanzen im Test, darunter potenzielle Medikamente gegen Erkrankungen wie Kniearthrose und Lungenfibrose. Durch die neuen erhaltenen Gelder kann nun die Forschung erweitert werden um mögliche Blockbuster zu entwickeln. So zum Beispiel, die seit 3 Jahren gemeinsame Forschung gegen rheumatoide Arthritis, dessen Zulassung für den Verkauf des Medikaments Filgotinib bis Ende des Jahres erteilt werden soll.
Analysten wie die Citi sehen die Erhöhung des Gilead-Anteils an Galapagos als einen guten Schritt an, in Richtung eines unabhängigen Spezialpharmaunternehmens mit deutlich weniger Risiken bei Transaktionen und mehr Potenzial in der Pipelinebeschleunigung. Citi bezeichnet Galapagos „als einzigartiges Biotechnologieunternehmen, das beste Aussichten in den Bereichen Autoimmune und IPF habe. Der Markt unterschätze diese.“ Wir denken auch, hier ist noch einiges an Performance machbar.