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Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2020 Home Depot

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    Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2020 Home Depot

    Die Zahlen der US-amerikanischen Baumarktkette Home Depot für deren viertes Quartal 2021 (Geschäftsjahresende 31.01.2021) kann man mit Fug und Recht als stark bezeichnen. Die Baumarktkette profitierte davon, dass sich die Menschen aufgrund der Pandemie viel mehr zu Hause aufhielten – sei es gezwungenermaßen durch die Lockdowns, der Angst sich außerhalb der eigenen vier Wände mit SARS-CoV-2 zu infizieren oder durch die Arbeit im Homeoffice. Deshalb wurde auch weniger konsumiert.

    Das so eingesparte Geld sowie die Zeit zuhause wurden in den Bau, Umbau oder Verschönerung des Eigenheims investiert. Diese Entwicklung bescherte dem Unternehmen in den letzten drei Quartalen sattes Wachstum. So wuchs der Umsatz im vierten Quartal um 25,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal auf 32,26 Mrd. USD und lag damit 4,5 % über den Analystenschätzungen. Dieses Umsatzwachstum schließt auch ein Wachstum des Umsatzes pro Kunde um 10,8 % sowie pro Quadratmeter Ladenfläche um 24,0 % ein.

    Die um 0,3 Prozentpunkte gegenüber der Vorjahresperiode abnehmende Bruttomarge konnte durch gute Kontrolle der Vertriebsgemein- und Verwaltungskosten teilweise kompensiert werden, womit das EBIT mit 4,22 Mrd. USD trotzdem noch um satte 24,1 % wuchs. Selbst der adjustierte Reingewinn wuchs trotz höher als erwarteter Zinsaufwendungen und Steuerquote um starke 19,6 % auf 2,96 Mrd. USD, was 3,7 % über den Analystenerwartungen lag.

    Die Dividende wurde um zehn Prozent angehoben.

    Aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Prognoseunsicherheit hinsichtlich des Kundenverhaltens sah sich das Management nicht in der Lage, einen Ausblick für 2021 zu geben. Gleichzeitig gab das Management aber zu bedenken, dass – sollte sich die im zweiten Halbjahr 2020 beobachtete starke Nachfrage im Jahr 2021 fortsetzen – das Umsatzwachstum im Jahr 2021 etwa auf dem Level von 2020 verharren oder leicht besser ausfallen und die EBIT-Marge auf über 14 % ansteigen sollte.

    Die Zurückhaltung des Managements hinsichtlich eines konkreten Ausblicks für 2021 war ganz offensichtlich der Grund für die Schwäche der Aktie nach den Zahlen. Ohne Frage profitierte Home Depot davon, dass die Menschen pandemiebedingt mehr zu Hause waren. Die Tatsache, dass der Lagerbestand im vierten Quartal nur mit 14 % wuchs, während der Umsatz um 25 % stieg, könnte nun ein Hinweis sein, dass das Management im Jahr 2021 mit gegenüber 2020 verminderter Nachfrage rechnet – oder aber auch nur ein saisonaler Effekt, um Platz für Frühlings- und Sommerprodukte zu schaffen.

    Die kurzfristige Entwicklung sollte deshalb gut im Auge behalten werden, denn die Lockdowns werden bald gelockert oder beendet und die Arbeiten am Eigenheim dauern auch nicht ewig. Mittelfristig sprechen jedoch die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite für anhaltend gutes Baumarkt-Geschäft.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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