Die irische, auf klinische Forschungsdienstleistungen spezialisierte ICON konnte mit ihren Zahlen für das zweite Quartal 2020 die Erwartungen der Analysten übertreffen. So lagen die Umsätze mit 620 Mio. USD und der Reingewinn mit 64 Mio. USD um 3,6 % bzw. 7,7 % über den Erwartungen des Marktes. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass die Analysten ihre Schätzungen im Zuge von COVID-19 im Vorfeld signifikant nach unten revidiert hatten, weshalb das Übertreffen der Analysten-Schätzungen keine große Aussagekraft besitzt. Gegenüber der Vorjahresperiode musste das Unternehmen coronabedingt Einbußen bei Umsatz und Reingewinn von -10,8 % bzw. -30,8 % hinnehmen.

Der Rückstand an neu beauftragtem Geschäft wird kontinuierlich aufgeholt, das Wachstum hat sich nach einer temporären Verlangsamung im ersten Quartal 2020 nun im zweiten Quartal 2020 wieder signifikant beschleunigt. Dies kann aber auch eine Folge davon sein, dass im Zuge von COVID-19 weniger als sonst vom neu beauftragten Geschäft abgearbeitet werden konnte. Dann wäre die Beschleunigung von Q1 zu Q2 aber gleichbedeutend mit einer signifikanten Erholung und damit positiv zu werten.

Auch die Kundenkonzentration hat weiter zugenommen. Dies könnte sich künftig in einer besseren Profitabilität niederschlagen, aber mit der Zeit zu einem Klumpenrisiko werden.
Der finanzielle Ausblick des Unternehmens liegt auf Höhe der Analystenschätzungen, für den Gewinn pro Aktie jedoch höher, was die Marktteilnehmer am Tag der Berichterstattung positiv aufnahmen.

Herzliche Grüße
Ihr Fonds Team
Ingo Nix