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    #16
    Wo Licht es ist, ist leider auch Schatten. Nachdem die Mehrzahl unserer Depotwerte ein ordentliches oder sogar sehr gutes Ergebnis berichtet haben, nun ein paar Zeilen zu IRobot und einer Erläuterung des Zahlenwerkes. Nach bekanntwerden der Q2 2019 Zahlen, war die Aktie mächtig unter Druck. Grund für die schwächeren Zahlen sind die Strafzölle (USA-China) die von 10% auf 25% angehoben worden sind. Das trifft IRobot mit voller Wucht und lässt die operativen Kosten in Q2 2019 um 9,5% (Q2 18 zu Q2 19) und Q1 19 zu Q2 19 um 17% ansteigen. Man hat zwar eine Vielzahl von Preiserhöhungen in den USA und auch International durchsetzen können, aber kompensieren konnte man es aktuell nicht. Der operative Ertrag sinkt um 67% (Q2 18 zu Q2 19) und um 80% (Q1 19 zu Q2 19). Vorsteuer sieht es fast genauso aus, minus 64% und 77%. Aber fangen wir vorne an. Der Umsatz wuchs um 15% (Q2 18 zu Q2 19) und um 9,5% (Q1 19 zu Q2 19) auf 260 Mio. USD in Q2 2019. Ende Mai wurden zwei neue Produkte Roomba s9 (Saugen)und Braava jet m6 (Wischen) an den Markt gebracht. Das wurde auch Zeit, denn die Diversifikation des Portfolios musste ausgebaut werden. Das gute an Roomba ist, es war beim aktuellen Amazon Prime Day einer der Top-Seller. Der neue Mähroboter Terra, der ohne die nervige Verlegung von Begrenzungskabeln auskommen soll, steht ebenso in den Startlöchern. Die Bruttomarge in Q2 2019 wird mit 45% nach noch 52% in Q2 2018 ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet man 45-46%, was in unseren Augen ein auskömmlicher Wert ist. Das Wachstum kam hauptsächlich aus Japan mit 25%, EMEA mit 18% und US mit 12%. Amazon ist mit ca. 16% der Umsätze größter Kunden, gefolgt von Bed Bath & Beyond (4,5%), Best Buy (3,2%) und Walmart (3%). Wie schon in den Jahren davor, erwartet man über 60% der Umsätze in Q3 und Q4. Der Ausblick des Management ist zwar verhalten aber dennoch konstruktiv. Der Umsatz 2019 soll bei 1,2-1,25 Mrd. USD liegen, was eine Steigerung zu 2018 darstellt. Operativer Ertrag soll bei 75-100 Mio. nach noch 110 Mio. in 2018 liegen. Man rechnet mit 35-40 Mio. USD Kosten für den Zollstreit. Aber wie oben geschrieben, Licht und Schatten können sich auch ergänzen. Denn, wenn der Zollstreit eines Tages beendet ist und die 25% extra Kosten nicht mehr anfallen, dann profitiert IRobot unmittelbar. Durch den besseren Produktmix und die angehobenen Preise wird sich die operative Marge schlagartig verbessern. Geduld ist an der Börse oft eine Tugend die es gilt zu erlangen.

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