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Quartalszahlen Q2 2019 Mastercard

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    Quartalszahlen Q2 2019 Mastercard


    Zu Beginn meiner Recherche zu diesem Bericht habe ich mir mal alte Videos von Mastercard angesehen. Am witzigsten fand ich die Werbung aus 1999 mit ständigen Anrufen bei den Nachbarn ob der Müll draußen steht, die Fenster zu sind oder das Kellerlicht aus ist, jeweils wurden die Kosten der Telefonate an einem öffentlichen Fernsprechern (das waren in Deutschland die gelben Häuschen) genannt. Zum Schluss jeweils der Werbeslogan „ Mit Mastercard unbezahlbar“. Über die Jahre hat sich die Werbung natürlich geändert, aber der Slogan blieb. Kein Wunder, dass das Unternehmen mit Sitz in New York in seiner jüngsten Präsentation einen Chart der Kursentwicklung der letzten zehn Jahre dem Publikum zeigte. Aus 100 USD wurden 1.460 USD, dass nenne ich Beständigkeit. Aber kommen wir zu den aktuellen Q2 2019 Zahlen. Der Umsatz stieg um 12,2 % auf Jahresbasis und 5,8 % im Quartal auf 4,1 Mrd. USD. Die operativen Ausgaben stiegen um 2,4 % (jeweils ohne Sondereinflüsse) im Quartal auf 1,7 Mrd. USD. Netto wurden zwei Mrd. USD nach noch 1,9 Mrd. im ersten Quartal und 1,6 Mrd. im zweiten Quartal 2018 verdient.

    In der Segmentberichterstattung konnten alle Teilbereiche im Quartalsvergleich mit Q2 2018 zulegen. Im Transaction Processing (Zahlungsabwicklung) stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf zwei Mrd. In der Sparte Domestic Assesments, dem Geschäft mit Banken und Kartenausstellern wuchs der Umsatz auf 1,7 Mrd. oder neun Prozent, das Cross-Border Segment stieg auf 1,4 Mrd. bzw. 15 %. Hier verstärkte man sich zusätzlich durch einen Zukauf im Juli 2019: Transfast aus den USA, ein globaler Zahlungsanbieter der unterschiedlichste Währungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr abwickelt und sowohl Endkunden als auch Unternehmen mit kostengünstigen Gebühren in 120 Ländern unterstützt. Laut Aussage von Mastercard und Transfast werden 90 % der Weltbevölkerung und ebenso 90 % der vorhandenen Bankkonten durch die Verbindung beider Unternehmen abgedeckt.

    Noch immer werden 50 % der Einkäufe unter zehn USD in bar abgewickelt. Bei Einkäufen von zehn bis 25 USD sind es in den USA ca. ein Drittel. Mastercard präsentierte jüngst, dass 22 % der Transaktion bereits mit diesem System verbucht werden. Bis jetzt sind in den USD 65 % der Karten mit einem Chip bzw. 60 % mit der kontaktlosen Funktion ausgestattet. Das kontaktlose Bezahlen dauert im Schnitt ein bis zwei Sekunden, während die bisherige Methode mit einem Chip je nach Gerät bis zu 30 Sekunden dauert.
    Sobald der Konsument verstanden hat, dass diese Bezahlart genau so sicher ist, wie die alte Methode, wird die Bequemlichkeit Einzug halten und Bargeld zunehmend zurückgedrängt werden. Klar, 100 prozentige Sicherheit gibt es nie, ihre Geldbörse können sie ja auch verlieren.

    Der Ausblick für die nächsten Jahre ist geprägt durch Innovationen, hier Echtzeittransaktionen und dem Bestreben, das kontaktlose Zahlen für kleine Beträge unter zehn USD noch attraktiver und sicherer zu machen. Der Markt dafür öffnet sich gerade und das Bargeld soll nach und nach durch den elektronischen Weg ersetzt werden. Dies beinhaltet natürlich Risiken und nicht jeder möchte seine Scheine in der Geldbörse verschwinden sehen, wir auch nicht! Die Aussichten für Mastercard sind jedoch gut und die Zukunft des bargeldlosen Bezahlens ist nun mal nicht aufzuhalten.

    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team

    Ingo Nix
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