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Quartalszahlen Q2 2019 Novo-Nordisk

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    Quartalszahlen Q2 2019 Novo-Nordisk


    Diabetes verändert das Leben vieler Menschen auf unserer Welt. Diese Volkskrankheit wird seit fast 100 Jahren von Novo Nordisk behandelt und immer wieder durch neuartige biopharmazeutische Arzneimittel besser und für den Patienten erträglicher gemacht. Unser Depotwert beschäftigt 41.600 Menschen in 80 Ländern und vertreibt seine Produkte in 170 dieser verschiedenen Staaten.

    Der Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal 2019 lag bei 30 Mrd. DKK, einem Plus von 2,5 % zum Vorquartal und 9,6 % zum Vorjahr. Der operative Ertrag lag 2,6 % bzw. 9,3 % höher bei 25,2 Mrd. DKK. Durch die Einführung neuer Medikamente und Therapien stiegen die Ausgaben um 13,8 % bzw. 6,7 % auf zwölf Mrd. DKK. Die Ausgaben sind zwar erstmal höher, aber der Nutzen wird diese in der Zukunft übersteigen. Unter dem Strich bleibt das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen mit fast zehn Mrd. DKK konstant gut und zuverlässig.

    Nordamerika dominiert mit 48 % des Umsatzes in den ersten sechs Monaten, dieser Markt ist historisch noch der stärkste. Schaut man sich die Entwicklung der anderen Regionen an, so stechen Afrika und Lateinamerika besonders heraus. Afrika wächst mit atemberaubenden 325 % seit 2000 und man erwartet bis 2045 einen Anstieg von jetzt 170 Mio. Menschen auf über 300 Mio. Diabetespatienten.
    Ähnlich zeigt sich das Bild in Lateinamerika, waren es noch 20 Mio. in 2000 sind es heute ca. 32 Mio., bis 2045 liegt die Prognose bei fast 70 Mio. Menschen mit Diabetes.
    Novo Nordisk hat laut eigenen Angaben einen Gesamtmarktanteil von 47 %. Die beiden anderen Mitbewerber sind Sanofi und Eli Lilly, wobei sich Sanofi aufgrund von fehlender Pipeline immer mehr aus dem Markt zurückzieht.
    Der Insulinmarkt wird also unter Eli Lilly (ca. 40 %) und Novo Nordisk aufgeteilt. Der Markt für GLP-1 Produkte (Glucagon-like-Peptid-1) wie Victoza oder das seit Mitte 2018 vertriebene Produkt Ozempic, sind die Treiber bei Novo.
    Eli Lilly mit Trulicity ist als Konkurrenzmittel zu verstehen. Laut aktuellen Studien ist die Wirksamkeit zwar bei beiden gleich, aber Ozempic hat die bessere Reduzierung der A1C Werte (-1,45 % zu -1,1 % bei Eli Lilly).
    Dieser Wert erlaubt einen Einblick auf die Qualität der Blutzuckereinstellung des Patienten. Je länger die Blutzuckerwerte erhöht sind, desto höher ist dieser Wert, ein Minus ist hier also vorteilhafter.

    Bei der Gewichtsreduzierung schneidet Ozempic sogar sehr deutlich besser als das Konkurrenzprodukt Trulicity ab. Die Gewichtsreduzierung ist mehr als doppelt so hoch wie beim Wirkstoff der Konkurrenz.
    Für Patienten ergibt sich damit das bessere Gesamtkonzept und davon dürfte Novo Nordisk entsprechend in der Zukunft profitieren. Die Loyalität der Patienten ist in der Diabetespharmazie relativ hoch, so dass Novo Nordisk mit Ozempic nicht unbedingt Patienten der Konkurrenz für sich gewinnen wird, jedoch werden neu diagnostizierte Diabetiker vermutlich eher auf das neue und wohl bessere Produkt von Novo Nordisk zurückgreifen.

    Kürzlich wurde veröffentlicht, dass Fiasp, ein ultraschnelles Insulin von Novo auch bei Kindern, die älter als ein Jahr sind, zum Einsatz in Europa kommen kann. Fiasp könnte damit ebenso einer der Wachstumstreiber werden.
    Ein weiteres abgewandeltes Produkt, die oral verfügbare Variante von Ozempic (Semaglutid) wurde zur Zulassung in den USA und Europa eingereicht. Läuft es extrem gut, dann könnte diese schon in Q3 2019 erfolgen.

    Schaut man sich die Prognosen der Diabetespatienten bis ins Jahr 2045 an, dann sollte es für unseren Depotwert nicht schlecht aussehen. Studien aus dem Jahre 2000 belegen ca. 151 Mio. Patienten, 2017 waren es schon 425 Mio. und bis 2045 rechnet man mit über 629 Mio. Menschen mit Diabetes weltweit. Nicht zu vergessen, dass Novo nur ca. 29 Mio. der 2017 belegten 425 Mio. mit Produkten behandelt.

    Nachdem man im Mai den ersten Ausblick für 2019 gegeben hat, wurde dieser nun für das Gesamtjahr 2019 konkretisiert.
    Nach noch zwei bis fünf Prozent Umsatzwachstum werden nun vier bis sechs Prozent erwartet. Der operative Gewinn soll im gleichen Umfang wachsen.
    Nimmt man jeweils ca. fünf Prozent an, dann ergeben sich die folgenden Zahlen.: Umsatz 2019 ca. 120 Mrd. DKK bei einem operativen Gewinn von ca. 50 Mrd. DKK.

    Novo bewegt sich in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt für die nächsten Jahre. Die Weltbevölkerung wächst unaufhaltsam und der Lebensstandard entwickelt sich überproportional dazu. Mit steigender Lebenserwartung und einer wachsenden Mittelschicht in vielen Ländern unserer Erde, wird sich das Konsumverhalten anpassen und somit auch die Essgewohnheiten.

    Dies kann, muss aber nicht zu z.B. Diabetes führen, jedoch ist die Wahrscheinlich sehr hoch. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Sport ist das beste Mittel um dieser Volkskrankheit, vor allem Typ 2, zu entgehen oder zumindest entgegen zu wirken. Zum Hintergrund: Diabetes Typ 2 wird häufig noch als sogenannte Altersdiabetes bezeichnet, weil bis vor Kurzem vornehmlich ältere Menschen an dieser Form der Stoffwechselstörung erkrankten. Heute breitet sie sich geradezu epidemisch aus. Zu ihren Ursachen gehören mangelnde Bewegung, gepaart mit einer Überernährung. Novo Nordisk konnte nach Bekanntgabe der Zahlen seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen.

    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team

    Ingo Nix

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