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Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2021 Nvidia

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    Quartalszahlen Q4 Fiskaljahr 2021 Nvidia

    NVIDIA hat für sein viertes Quartal 2021 (Geschäftsjahresende: 31.01.2021) ausgesprochen starke Zahlen abgeliefert. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 61,1 % auf 5,00 Mrd. USD und lag damit um 3,8 % über den ohnehin schon hohen Erwartungen der Analysten. Das starke Umsatzwachstum wurde vor allem von einem Rekordumsatz im Geschäftsfeld Gaming (2,49 Mrd. USD; +67,3 %), aber auch Data Center (1,90 Mrd. USD; +96,5 %) getrieben. Die kleineren Geschäftsbereiche Professional Visualization (307 Mio. USD; -7 %) und Automotive (145 Mio. USD; -11 %) enttäuschten dagegen.

    Das Wachstum in Gaming wurde laut dem Management durch eine erhöhte Nachfrage nach Desktop und Notebook GPUs (Grafikprozessoren) getrieben, wobei vor allem die neue RTX 30-Serie für extrem starke Nachfrage sorgte - und für die aufgrund eines Versorgungsengpasses die Preise aktuell noch extrem hoch sind. Spielekonsolen GPUs spielten im letzten Quartal eine geringere Rolle.

    Aufgrund des extrem starken Anstiegs des Bitcoins und anderer Kryptowährungen muss man jedoch davon ausgehen, dass ein Teil der GPU-Nachfrage im Gaming-Geschäftsbereich auf Crypto Currency Miners zurückzuführen ist, für die das Mining bei den hohen Kryptowährungspreisen wieder Sinn macht.

    Im Geschäftsfeld Data Center konnte das Unternehmen über einige neue Projekte (unter anderem mit Amazon Web Services) im Zusammenhang mit seiner A100 Ampere-Plattform berichten. Doch während das Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal mit 96,5 % extrem gut war, war kein sequenzielles Wachstum vom dritten auf das vierte Quartal zu verzeichnen. Abgesehen davon sollte angemerkt werden, dass ein beträchtlicher Teil des Wachstums gegenüber der Vorjahresperiode durch die Akquisition von Mellanox Technologies im April 2020 getrieben war, also kein organisches Wachstum darstellt.

    Das starke Umsatzwachstum zusammen mit einer EBIT-Margenexpansion um 2,5 %-Punkte auf 41,8 % führten zu einem EBIT-Wachstum von 71,2 % auf 2,09 Mrd. USD, das 5,7 % über den Analystenschätzungen lag. Der adjustierte Reingewinn stieg um 67,0 % auf 1,96 Mrd. USD und lag damit 10,7 % über den Erwartungen der Analysten.
    Insbesondere basierend auf der starken Nachfrage nach GPUs im Geschäftsfeld Gaming gab das Management einen Ausblick für den Umsatz für sein zweite Quartal 2022, der 18 % über den Analystenaschätzungen lag sowie für eine Bruttomarge von 66 %. Zusammen mit dem Ausblick für den operativen Aufwand impliziert dies einen Gewinn pro Aktie für das aktuelle Quartal, der zu diesem Zeitpunkt 26 % über den Analystenschätzungen lag.

    Trotz der starken Quartalszahlen ging die NVIDIA-Aktie danach schwach. Wie wir selbst glauben offensichtlich auch einige andere Marktteilnehmer, dass ein Teil der starken Nachfrage im Geschäftsfeld Gaming auf Crypto Currency Miners zurückzuführen war, die wieder wegbrechen könnte, sobald Bitcoin & Co. ihren Peak gesehen haben und wieder fallen.
    Des Weiteren deutet das sequenzielle Nullwachstum für den Geschäftsbereich Data Center an, das hier eine temporäre Konsolidierung eingetreten zu sein scheint, in der die zum Teil auf Halde gekauften GPUs und DPUs (Data Processing Units) in den Datenzentren verbaut werden. Ein Wegbrechen der Crypto Currency Miners könnte also kurzfristig zu verminderter Nachfrage und einem Fallen der aktuell noch extrem hohen Preise für die GPUs der RTX-30-Serie im Geschäftsfeld Gaming führen, was aktuell durch das Geschäftsfeld Data Center nicht kompensiert werden könnte. Hinzu kommt Konkurrenz durch AMD, dessen neuen GPUs nun auch verfügbar sind.

    Mittel- bis langfristig gehen wir jedoch weiterhin davon aus, dass NVIDIAs GPUs und DPUs (beides sind Parallel Processing Chips) die sequenziell arbeitenden (z.B. x86 CPUs) über die nächsten 15 Jahre verdrängen werden, NVIDIA also kontinuierlich Marktanteile gewinnen sollte.


    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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