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Quartalszahlen Q4 2020 Booking

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    Quartalszahlen Q4 2020 Booking

    Die Reisebranche wurde nach den weltweiten Lockdowns im Frühjahr 2020 durch die erneuten Lockdowns im abgelaufenen Quartal wieder schwer getroffen. Dies spiegelte sich auch in den Zahlen des Online-Reiseagentur-Betreibers Booking Holdings für das vierte Quartal 2020 wider. Der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahresquartal um 62,9 % auf 1,24 Mrd. USD ein, lag damit aber trotzdem 3,4 % über den Analystenerwartungen. Die Bruttoreisebuchungen (exklusive Stornierungen) lagen dabei 65 % und die gebuchten Unterkünfte 60 % unter Vorjahresniveau. Für das EBIT ergab sich ein Verlust von 152 Mio. USD, der aber 12,0 % geringer ausfiel als von den Analysten erwartet. Am Ende blieb als Ergebnis ein Verlust für das Unternehmen von 23 Mio. USD, der jedoch 86,1 % geringer ausfiel als von den Analysten befürchtet.

    Während man den Quartalszahlen nicht viel Gutes abgewinnen konnte, waren die Zahlen für das Gesamtjahr 2020 zumindest in Teilen ermutigend. So konnte das Unternehmen für das Gesamtjahr trotz des Einbruchs der Bruttoreisebuchungen um 63 % und des Umsatzes um 55 % noch einen adjustierten Reingewinn von 194 Mio. USD erwirtschaften. Dies zeigt einerseits den operativen Leverage des Geschäftsmodells und andererseits– zum Leidwesen der Mitarbeiter – die Flexibilität durch schnellen Stellenabbau (Personalbestand wurde um 23 % reduziert) auf exogene Schocks reagieren zu können.

    Mit minus 60 % starteten die Buchungen von Unterkünften Anfang des neuen Jahres 2021 schlechter als für das vierte Quartal, erholten sich dann jedoch ab Mitte Januar bis in den Februar hinein (vor allem getrieben durch inländische Buchungen) und manche Regionen verzeichneten sogar wieder Wachstum. Neben einem Ausblick, der hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb, vermittelte das Management Einblicke in seine künftige Strategie. Diese sieht die Penetration in mit dem bisherigen Reisegeschäft zwar verwandten, aber anderen Produktbereichen vor, die weniger mit Unterkünften und mehr mit Handel zu tun haben.

    Die Senkung der Kostenbasis durch Stellenabbau macht ein profitables Wachstum nach Durchqueren des Reisetiefs wahrscheinlicher. Während nach Lockerung oder Beendigung der Lockdowns mit einer relativ zügigen Erholung der nationalen Reisetätigkeit gerechnet werden kann, bleibt jedoch die Frage wie schnell sich die internationale Reisetätigkeit erholt, die einen beträchtlichen Teil des Geschäfts von Booking ausmacht. Hinzu kommt, dass die neue Strategie geringer margiges Geschäft einschließt, was auf Kosten der Gesamtprofitabilität schlagen könnte.

    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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