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Quartalszahlen Vestas Q2 2019

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    Quartalszahlen Vestas Q2 2019


    Dass an der Küste immer Wind weht, weiß jedes Kind, aber dass Vestas zwar aus dem hohen Norden Europas kommt, jedoch eher in der Welt zuhause ist, liest man am besten im Geschäftsbericht zu den Q2 2019 Zahlen. Vestas Wind Systems entwickelt, produziert und vermarktet Windkraftanlagen. Das Unternehmen aus Dänemark installiert natürlich auch die dazugehörigen Turbinen und bietet die immer wichtiger werdenden Servicedienstleistungen an. Im abgelaufenen Quartal wurden 2,1 Mrd. Euro im Konzern umgesetzt, dies waren zwar sechs Prozent weniger als noch im Vergleichszeitraum 2018, aber immerhin noch 22,6 %, betrachtet man die ersten drei Monate 2019. Das Windsegment erzielte 1,6 Mrd. Umsatz, ein Minus von elf Prozent zum Vorjahr, aber 26 % zum Vorquartal. Neue Aufträge über 5,7 GW (Gigawatt) konnten gewonnen werden. Im Servicebereich lag der Umsatz bei 476 Mio., nach noch 413 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2018, was einer Steigerung von 15,25 % entsprach.

    Das stärkste Wachstum konnte auf dem amerikanischen Kontinent erwirtschaftet werden. Hier waren die USA der Treiber. Die Auslieferungen stiegen insgesamt um 59 % auf 1,6 GW, vergleicht man die ersten sechs Monate 2018 und 2019. Der Ordereingang im selben Zeitraum war mit 111 % oder 5,7 GW extrem dynamisch.
    In Europa läuft das Geschäft solide und man konnte die Auslieferungen plangemäß mit 1,4 GW oder ca. 20 % erhöhen. Der Ordereingang war zwar zehn Prozent im Minus, der Ausblick
    bis 2021 wurde jedoch erhöht und beträgt nun über 20 GW, was einer Steigerung von 38 % zu 2019 entspricht.
    Der asiatische Raum war geprägt von Unsicherheiten bezüglich des Handelsstreits. Die Auslieferungen gingen um 35 % auf 620 MW (Megawatt) zurück. Grund waren Verzögerungen in Thailand, China und Indien. Der Auftragsbestand konnte in diesem Zeitraum des ersten Halbjahres 2019 erfreulicherweise um 107 % auf 924 MW erhöht werden.

    Der Servicebereich erwirtschaftete wie oben geschrieben 476 Mio. Euro an Umsätzen im zweiten Quartal 2019, dies waren 12,3 % mehr als noch in den ersten drei Monaten und sogar 15,25 % mehr als im Vorjahr. Die EBIT Marge für diesen Bereich lag bei 28,4 %. Ende Juni 2019 verzeichnete Vestas ca. 42.000 Windturbinen mit Serviceverträgen, dies entspricht ca. 86 GW (Gigawatt) an Leistung. Zum Vergleich, ein typisches Kernkraftwerk erzeugt ca. ein GW Nettoleistung pro Jahr.

    Der kombinierte Auftragsbestand liegt auf Allzeithoch. Satte 31,5 Mrd. Euro umfassen die erteilten Turbinenorders von 15,9 Mrd. und das immer wichtiger werdende Servicegeschäft von 15,6 Mrd. Euro. Im Grunde kann man es mit dem iPhone Hersteller Apple vergleichen. Je mehr Telefone verkauft und benutzt werden, desto mehr steigert sich der Bedarf nach Service in der Zukunft. Vestas gibt die durchschnittliche Laufzeit der Verträge mit acht Jahren an, Ende Juni 2018 lag diese noch bei sieben Jahren. Das gibt relativ gute Planungssicherheit!

    Der Ausblick wurde vom Management konkretisiert und man engte die Zielspanne der Umsätze, EBIT Marge und der anstehenden Investitionen ein.
    Konkret heißt das: Umsatz 11-12,25 Mrd., EBIT Marge acht bis neun Prozent und Investitionen ca. 800 Mio. Euro.

    Unser Fazit: Wind weht immer - und wenn der Handelsstreit nicht zu einem Orkan, sondern sich zu einem lauen Lüftchen verwandelt, dann sehen die Perspektiven von Vestas gar nicht schlecht aus: Auftragsbestand auf Rekordniveau, das Servicegeschäft nimmt an Fahrt auf. Nicht vergessen darf man, dass es ein Projektgeschäft ist und dies bringt immer Unsicherheiten oder Verzögerungen mit sich. Dass der Wind eine sauberere Energiequelle ist als z.B. Kernkraft muss man an dieser Stelle nicht wiederholen. Wird sind zufrieden mit der Entwicklung des berichteten zweiten Quartals.

    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team

    Ingo Nix
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