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Quartalszahlen Q2 2020 Vestas

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    Quartalszahlen Q2 2020 Vestas

    Die Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2020 des dänischen Windturbinen-Herstellers zeigten ein gemischtes Bild. Der Umsatz wuchs mit 3,5 Mrd. Euro um 67 % gegenüber der Vorjahresperiode. Der Bruttogewinn mit 228 Mio. Euro hingegen schrumpfte um gut 25 %. Das Vorsteuerergebnis war mit minus sieben Mio. Euro sogar negativ.
    Der Hauptfaktor für das Negativwachstum war jedoch eine außerordentliche Rückstellung in Höhe von 175 Mio. Euro für Garantiefälle.

    Das neu beauftragte Geschäft lag bei 3,6 Mrd. Euro (bzw. einer Leistung von 4,1 GW) und somit um 27 % unter dem Vorjahresquartal. Der kombinierte Auftragsbestand (Turbinen + 0,3 Mrd. Euro; Service + 3,3 Mrd. Euro) stieg dabei um elf Prozent und erreichte damit ein Allzeithoch von 35 Mrd. Euro. Die Preise pro ausgeliefertes Megawatt an Leistung blieben stabil.

    Green Deal sowie Stimulus-Pakete der EU scheinen bereits jetzt schon Investitionen zu beschleunigen, was für das Turbinengeschäft zu einer breitflächigen Erhöhung an Orders führte. Spitzenreiter beim Neugeschäft war aber die Region Asien Pazifik und bei den Auslieferungen die Region Amerika. Während das On-Shore-Servicegeschäft wuchs, verlor das Off-Shore-Service-Geschäft signifikant gegenüber der Vorjahresperiode (Q2 2019). Die Servicelaufzeit für Neuverträge hat sich weiterhin verlängert, was für eine sehr gute und langfristige Visibilität dieses Geschäfts spricht.
    Da das Management für das laufende zweite Halbjahr eine signifikante Erhöhung des Aktivitätslevels erwartet, wurden die Lagerbestände im abgelaufenen Quartal erhöht, was der Hauptgrund für den negativen Free Cash Flow im Quartal war. Mit einer Cash-Position von zwei Mrd. Euro hat das Unternehmen aber finanzielle Flexibilität.

    Trotz COVID-19 wurden dieses Jahr bislang Turbinen mit einer Gesamtleistung von 9,6 GW produziert und ausgeliefert – was ungefähr 60 % der Leistung von 2019 entspricht. Der Umsatzausblick für das Gesamtjahr 2020 wurde mit 14-15 Mrd. Euro bestätigt, für das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) jedoch von sieben bis neun Mrd. auf fünf bis sieben Mrd. Euro reduziert.
    Garantiefälle und COVID-19 stellen temporäre Belastungen dar. Bei Serviceverträgen, die durchschnittlich 19 Jahre laufen, verfügt das Unternehmen jedoch über eine sehr gute Visibilität hinsichtlich des künftigen Geschäfts.

    Herzliche Grüße
    Ihr Fonds Team
    Ingo Nix
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