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Quartalszahlen Q4 2020 WW Grainger

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    Quartalszahlen Q4 2020 WW Grainger

    W. W. Grainger, das führende Handelsunternehmen für Industriebedarfsgüter in den USA, berichtete zum vierten Quartal 2020 eher enttäuschende Zahlen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,3 % auf 2,94 Mrd. USD und lag damit 0,7 % geringfügig über den Analystenerwartungen. Während das Unternehmen mit seinem Umsatzwachstum in den USA signifikant über dem Marktwachstum lag, war es außerhalb der USA (Kanada, Europa, Mexiko) eher anämisch. Der Lichtblick im abgelaufenen Quartal sowie über das gesamte letzte Jahr war die 51 % Beteiligung des Unternehmens an der Online-Plattform des japanischen Distributors MonotaRO, deren Umsatz im Jahr 2020 um 23 % wuchs.

    Das Hauptproblem bei den Zahlen des vierten Quartals 2020 war eine - aufgrund von pandemiebedingten Abschreibungen auf Lagerbestände sowie sich durch die Pandemie beschleunigende Verkäufe mit geringerer Marge - um 2,8 Prozentpunkte auf 35,7 % einbrechende Bruttomarge.

    Die signifikant geringere Bruttomarge schlug trotz guter Kostenkontrolle zum Teil auf die EBIT-Marge durch, die um 0,8 Prozentpunkte kontrahierte und zu einem gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,9 % geringeren EBIT von 295 Mio. USD führte, das 8,7 % unter den Erwartungen der Analysten lag. Entsprechend lag auch der adjustierte Reingewinn mit 1987 Mio. USD 7,1 % unter dem Vorjahresquartal und damit 6,2 % hinter den Erwartungen der Analysten.

    Ein Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 wurde aufgrund der anhaltenden, pandemiebedingten Prognoseunsicherheit zu diesem Zeitpunkt im Jahr noch nicht gegeben.

    Die Verschiebung vom Handel über physische Plattformen hin zu eCommerce brachte gravierende Veränderungen für W. W. Grainger, die das Unternehmen lange Zeit gut gemeistert hat (heute >50 % des Umsatzes online). Zuletzt penetrierten jedoch auch Konkurrenten das Industriesegment (u.a. Amazon) und führten zu Transparenz in einem Markt, in dem seine Player ihre Margen bis dahin intransparent hielten.

    Der jüngste Einbruch der Brutto- bzw. EBIT-Marge war jedoch pandemiebedingt. Solange W. W. Grainger sein Umsatzwachstum in den USA, das drei bis vier Prozentpunkte über dem dortigen Marktwachstum liegt, beibehält und/oder die prä-pandemischen Margen halten kann, hat die Aktie Potenzial. Gleichzeitig möchte das Unternehmen jedoch Marktanteile gewinnen. Es bleibt abzuwarten, ob tatsächlich beides gleichzeitig realisiert werden kann.


    Herzliche Grüße
    Ingo Nix
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