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Niemand schlägt den Markt (auf lange Sicht)

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    Niemand schlägt den Markt (auf lange Sicht)

    Liebe Investoren und Carsten,

    ich habe einen Gedanken aufgeschnappt, der mir einfach nicht mehr aus dem Kopft geht.

    Über einen Zeitraum von 12 Monaten, habe ich Einzeltitel verkauft (über alle möglichen Industrien hinweg) und vom Erlös einfach und sturr S&P 500 ETF gekauft.
    Nun die Auflösung, der S&P 500 hat alle, wirklich alle Einzeltitel geschlagen. Gut, 12 Monate ist nicht die lange Sicht, trotzdem, der S&P 500 hat sie alle, zum Teil deutlich geschlagen.

    Wir kann es sein, dass "der Markt", der ja nur dummes Geld ist, sich besser entwickelt, als das was man von vielen klugen Fonds-Managern bekommt?

    Dr. Kommer hat in einem Interview gesagt, dass es mathematische Gewissheit sei, dass der Markt auf lange Sicht besser laufen wird als (alle?) aktiven Aktienportfolios.
    Ich sehe, dass es so ist, verstehe den Grund aber nicht!

    Versucht jemand die Erklärung?

    #2
    Hallo Herr Grimm,

    nun, aktive Fonds betreiben ja in der Regel Stockpicking. Aber keiner weiß vorher genau, welche Titel vom Markt stark gefragt sind und hoch bewertet werden und welche Titel ein enormes Langfristpotenzial haben.
    Die Gefahr, die wirklichen Top-Performer hierbei nicht auszuwählen, ist einfach groß, trotz guter Fundamentanalyse.
    Hinzu kommt, dass im sich Index die Gewichte verschieben, man ist daher automatisch in den besten Unternehmen investiert und partizipiert an deren Wachstum. Die guten Unternehmen wachsen auf Dauer und bekommen eine höhere Gewichtung, während die schlechten eben nicht wachsen oder schrumpfen.
    Zuletzt geändert von Prophet83; 31.08.2021, 18:23.

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      #3
      Die letzten 12-16 Monate, waren besonders. Ob und wie es weiter gehen wird, wird man sehen.

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        #4
        Zitat von Prophet83 Beitrag anzeigen
        (..) Die guten Unternehmen wachsen auf Dauer und bekommen eine höhere Gewichtung, während die schlechten eben nicht wachsen oder schrumpfen.
        Was ist schon gut und was schlecht?

        Es geht ja gerade darum, wie man "gute" Aktien erkennt.

        Fakt ist, wo das Geld hingeht, dort steigt auch der Aktienkurs. Das entscheiden die aktiven Teilnehmer.
        Das Ergebnis von diesem Spiel sieht man aber erst zu spät.

        Ich empfehle jedem das YT-Video mit Dr. Kommer und Prof. Max Otte. Hat meinen Horizont stark erweitert und Vermögen natürlich auch ;-)

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          #5
          Zitat von Peter Grimm Beitrag anzeigen
          Ich empfehle jedem das YT-Video mit Dr. Kommer und Prof. Max Otte. Hat meinen Horizont stark erweitert und Vermögen natürlich auch ;-)
          Welches Video ist das? Können Sie bitte einen Link reinstellen? Vielen Dank!

          Viele Grüße,
          Gery

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          #6
          Den Markt zu timen wie es auch der DMPF vorhatte hat bis jetzt wohl noch niemand geschafft
          Einen Index auszuperformen mit Stockpicking ist im Regelfall auch nicht möglich
          Auf der anderen Seite war die Aktienauswahl von DMPF sehr gut und hätte sicherlich eine super Performance ermöglicht
          die Absicherungsstrategie hat aber leider alles kaputt gemacht

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          • Prophet83
            Prophet83 kommentierte
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            Nur weil die Unternehmensauswahl anhand der fundamentalen Daten gut war, heißt das ja nicht, dass der Markt das entsprechend honoriert...

          • Carsten
            Carsten kommentierte
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            Lieber Peter

            Es liegt (wohl auch) an der Art der Gewichtung der einzelnen Titel.

          • kaito1412
            kaito1412 kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Die Aktienauswahl war zweifelsohne gut im Fonds, nur wurde die ganze Performance halt wegversichert. Aber ich behaupte mal, wenn ich mir die Aktienauswahl inzwischen anschaue, braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten als Fondsmanager dabei:
            Amazon, Apple, Nike, Mastercard, Nvidia, Microsoft, Alphabet, Facebook, Booking, Walt Disney, Paypal, Activision Blizzard, Qualcomm - diese Aktien braucht man nicht wirklich zu entdecken und diese Aktien sorgen auch seit Jahren für massive Outperformance.

          #7
          Dr Andreas Beck erklärt die Probleme von Managed Fonds relativ gut. Es gibt einige sehenswerte Videos von ihm auf Youtube.

          Hauprobleme soweit ich es verstanden habe sind:
          Dass die meisten Fonds gerade in der Krise verkaufen müssen und ihr Risiko ausbalancieren und deshalb gezwungen sind zyklisch zu handeln.
          Die Analysen und Strategien immer vergangenheitsorientiert sind zwar in der Vergangenheit gut funktioniert hätten, aber in der jeweils aktuellen Situation nicht so aufgehen.

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            #8
            Das Stockpicking von DMPF ist sehr gut. Mit Schwerpunkt Technologie und Pharma hatten sie ins Schwarze getroffen. In den letzten 6 Jahren, seit bestehen von DMPF, sind die Kurse dieser Titel enorm gestiegen. Ich weiss nicht, wie hoch die Performance ohne die Absicherungsstrategie wäre. Das würde mich sehr interessieren. Jedenfalls da kann kein Index mithalten. Die Titel sind nicht nur vor Corona sehr gut gelaufen, sondern während und nach Corona auch. Wie gesagt Stockpicking machen sie sehr gut, nur die Absicherungsstrategie bremst. Ich sage das nur als Aussenstehender, ist nur mein persönlicher Eindruck.

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              #9
              Zitat von Osman Beitrag anzeigen
              Das Stockpicking von DMPF ist sehr gut. (..) Das würde mich sehr interessieren. Jedenfalls da kann kein Index mithalten.(..)
              Wie kannst Du behaupten, das Stockpicking ist gut, wenn Du dessen Ergebnis nicht kennst?

              Wir haben nun mal keine Zahlen über DMPF ohne Absicherung vs. z.B. S&P 500 ETF.

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                #10
                Man muss sich sogar fragen was das Stockpicking überhaupt soll solange eine Absicherung nahe an 100% gefahren wird.
                Wozu das ganze Management zur Analyse wenn doch sowieso Verluste UND Gewinne begrenzt werden?

                Da kann man sich die Managementgebühr auch sparen und einfach in Cash gehen.
                Die große Frage, die ich mir stelle: Wann kann man in diesem Fonds mal endlich die Aktienauswahl bekommen und nicht nur 1000% Absicherung?!
                Wann? Das ist ja echt wie mit der Corona Politik nur dass dich dort wenigstens in 1-2 Jahren ein Ende sehe. Hier im Fonds sehe ich das nicht!

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                • ManfredW
                  ManfredW kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Die Absicherung entspricht der Risikoeinschätzung des Fonds.

                  Genau das ist was den Fonds unterscheidet und weswegen hier auch viele eingestiegen sind.
                  Wer die Absicherung nicht will kann einfach einen ETF oder Einzelaktien ins Depot legen und fertig.

                  Wer glaubt das Cash oder Gold besser ist soll das machen.

                  Ich persönlich bleibe vorerst investiert, weil ich das Risiko eines größeren Crashs auch als realistisch einschätze.

                  Es gibt ausreichend mögliche Auslöser und nur mehr wenig Spielraum für die Notenbanken - plus eine gut justierte Fallhöhe durch Liquiditätsprogramme.

                • Carsten
                  Carsten kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Lieber norbert_k

                  Ich meine, dass ist nicht die "große Frage", sondern die falsche.

                • Prophet83
                  Prophet83 kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Warum dann nicht einfach die Aktien des Fonds alle einzeln kaufen, keine Absicherung, Problem gelöst oder?
                  Wer keine Absicherung will, muss selbst handeln und sich nicht beim Fondsmanagement beschweren, dass es eine andere Strategie fährt,
                  als man selbst gerne hätte...

                #11
                Ich sehe es auch so wie Prophet83. Warum nicht selbst in Einzelaktien investieren. Man muss es ja nicht übertreiben. Für den Anfang einfach mal ein paar Aktien von Microsoft. kaufen und sich so langsam an das investieren heranwagen. Ich selbst bin in 9 Aktien investiert, welche auch im DM-Fonds vertreten sind. Die letzten 2 1/2 Jahre waren die besten Jahre, seit ich in Aktien anlege (seit ca. 2008). Donald Trump würde sagen, "die besten Jahre aller Zeiten". Keine Angst haben, wenn es auch mal wieder bergab geht. Der langfristige Anleger gehört immer zu den Gewinnern. Das ist seit über 100 Jahren so gewesen. Man kann ruhig zum Ausgleich einen kleinen Teil im DMPAF angelegt lassen.

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                • Prophet83
                  Prophet83 kommentierte
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                  Der Einsteig in Aktien mit niedrigem KGV bzw. niedrigem KGV und stabiler Dividende ist sicher auch jetzt nicht verkehrt. Viele Schwergewichte im Markt haben aber inzwischen verdammt hohe KGVs bzw. KUVs, da ist es aktuell einfach sehr riskant, dort zu investieren. Die Angst vor einer massiven Korrektur hat da schon ihre Berechtigung. Einen abgesicherten Fonds bzw. den DMPAF sollte man besser VOR dem Crash kaufen und nicht, wenn der Crash schon da ist, das haben wir ja letztes ja im Corona Crash gesehen. Konkret müsste man jetzt sehr selektiv Aktien mit niedriger Bewertung und den DMPAF kaufen, wenn der Crash eingesetzt hat kann man dann sukzessive auch die Titel kaufen, die aktuell einfach zu teuer sind.
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