Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Warum ich weiter an den Fonds glaube

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Warum ich weiter an den Fonds glaube

    Man stelle sich vor, man steht an der Reling eines Schiffs. Plötzlich taucht im Hintergrund ein Mann mit Kaputze auf und flüstert einem ins Ohr: "Das Schiff wird fürchterlich sinken, es gibt keine Rettung. Nur wer jetzt sofort ins Wasser springt, der wird gerettet! Nur dir verrate ich dir diese unglaublichen Hintergrundinfos, die die Leute im Schiff nicht haben! Nur du wirst gerettet!" Man springt ins Wasser...... und auf einmal sieht man den Kaputzenmann grinsen! Er hatte gelogen!! Die vermeintlich lebensrettenden super wertvollen "Hintergrundinfos" waren eine Falle!! Der einzige, der jetzt ein Problem hat, das sind wir! Den vermeintlich Unwissenden oder auch den Optimisten geht es prima!

    Etwas ähnliches erleben wir im Fonds. Dirk Müller ist jahrelang systematisch belogen worden!! Das ist der Grund, warum er ein Jahrzehnt lang viel zu bärisch war. Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Interview aus der Zeit um 2010 und 2011 in irgendeiner Aktionärs-Sendung, wo viele Long gingen, aber DIrk Müller sagte, seine Hintergrund-Infos würden ihm etwas anderes sagen und dass die gesamte Sache (Wirtschaft / Aktien etc.) "bald Baden ginge" - so in etwa. Was sehen wir: Er wurde von diesen Leuten leider schlecht beraten, die Hintergrund-Infos waren falsch!

    Jetzt bin ich beim Stöbern auf Youtube auf einen aktuelleren Fall gestossen - wo meine These noch einmal bestätigt wird. Wirecard! Schaut selbst: https://youtu.be/YJoCQpM2-nQ?t=51
    Dirk Müller kommt 2018 aus der Wirecard-Zentrale und sagt "Es sind genau diese Momente, die einen nach vorwärts bringen. Die einem Einblicke, Rückblicke, Zusammenhänge bringen. Dinge, die man so bisher nicht gesehen hat, wo man neue Mosaiksteine für sein Puzzle bekommt" etc. Doch was wissen wir von Wirecard? Eben: Alles lügen! Gänzlich falsche Einblicke, Rückblicke, Zusammenhänge haben sie Herrn Müller erzählt!

    Wie kann das alles sein? Es ist kein Geheimnis, da gibt es viele Studien, dass die Rate von Psychopathen in CEO- und Wirtschafts-Kreisen besonders hoch ist!. Und viele dieser Leute haben gemerkt, dass Dirk Müller nicht so ist, sondern stattdessen auf der Seite der "normalen Bürger" steht. Und dass die Erfolg haben, das musste verhindert werden. Darum haben sie ihn auf eine falsche Färte gelockt!

    Aber heute ist nicht aller Tage! Ich denke, wenn Dirk Müller diese Falle beherzigt und die vielen Falsch-Infos aussortiert und überlegt, wo er überall systematisch belogen worden ist, dann kann der Fonds in Zukunft mit seinem Talent in ungeahnte Höhen steigen!

    #2
    ​Hallo investor 2020,

    die spannende Frage ist doch, ob Dirk Müller wirklich belogen wurde oder ob er aufgrund seiner pessimistischen Grundhaltung bzgl. der Marktentwicklung echte Chancen nicht als solche wahrgenommen hat. Letzeres glaube ich persönlich eher.
    In Wahrheit gibt es 2 Risiken: Verluste erleiden und Gewinne verpassen. Bei einer Investition in eine einzige Aktie besteht das Risiko des Totalverlusts, da muss man in der Tat besonders vorsichtig sein. Bei einer Investition in der Markt bzw. in VIELE Aktien besteht dieses Aufallrisiko für das Gesamtportfolio in dieser Form jedoch nicht.

    Schlimmstenfalls sorgt ein Megacrash dafür, dass es eine sehr lange Erholung braucht (evtl. 10 Jahre, was für die globale Weltwirtscahft als Ganzes schon ein absolutes Extremereignis wäre).
    Dann ist doch auch klar, dass eine starke Fokussierung auf das Risiko, Verluste zu erleiden praktisch zwingend, mit mathematischer Sicherheit das Risiko, Gewinne zu verpassen, erhöhen MUSS.

    So ist das z.B. beim Testen von Hypothesen. da gibt es einen Fehler 1. Art = eine wahre Annahme FÄLSCHLICHERWEISE verwerfen, da das Ergebnis der Stichprobe zufällig in den Ablehnungsbereich fällt und einen Fehler 2. Art = eine falsche Annahme FÄLSCHLICHERWEISE beibehalten, da das Ergebnis der Stichprobe zufällig in den Annahmebereich fällt.

    Übersetzt für den Fonds lautet die Hypothese: Der Markt wird (stark) fallen

    Fehler 1. Art: Der Fonds fällt, WEIL man aufgrund der Beobachtungen fälschlicherweise von steigenden Kursen ausging und nicht abgesichert ist, wenn diese fallen.

    Fehler 2. Art: Der Fonds steigt nicht, WEIL man abgesichert ist und die Kurse nicht fallen, sondern - entgegen der Erwartung - steigen.


    Das Fonds-Management hat sich MASSIV darauf konzentriert, den Fehler 1. Art zu minimieren (und hat das ja auch geschafft), tja und welche Auswirkungen hat das auf den Fehler 2. Art? BINGO, er wird entsprechend GROSS!

    Jede Medaillie hat eben zwei Seiten.

    @Carsten: Wenn Sie meinen, der Fonds hätte geliefert bekommen, was er bestellt hat, dann hätten Sie, was das Eintreten des Fehler 2. Art angeht, völlig Recht, er wäre sogesehen auch ein "Erfolg", denn er ERFOLGte auf ja gerade auf die real umgesetzte Strategie, die darin bestand, den Fehler 1. Art unter ALLEN Umständen bzw. um JEDEN Preis zu minimieren.

    Da ein gut diversifiziertes Portfolio praktisch kein Ausfallrisiko hat, stellt sich völlig zu Recht die Frage, wie sinnvoll es war, nur den Fehler 1. Art zu minimieren und den Fehler 2. Art quasi komplett zu ignorieren. WENN die Weltwirtschaft tatsächlich 10 Jahre oder mehr benötigt, um sich vom nächsten Supercrash zu erholen, DANN UND NUR DANN wird das sinnvoll sein. Aber OB der Crash massiv genug ausfallen wird, das zuverlässig vorherzusagen, ist wie das Hoffen auf den 6er im Lotto. Extremereignisse sind eben selten, sonst wären es per Definition ja keine keine Extremereignisse, sondere reguläre.

    Es hätte gut gehen können, wäre da eben nicht das Prognoserisiko, das offensichtlich auch Profis mit bestem Wissen und Informationen nicht im Griff haben (können). Eine Prognose eines so unglaublich komplexen Systems wie dem globalen Aktienmarkt ist - und wenn sie auf noch so gutem Wissen basiert - auch IMMER eine Spekulation und damit riskant.

    LG Prophet83​
    Zuletzt geändert von Prophet83; 19.05.2022, 19:41.

    Kommentar


    • Carsten
      Carsten kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Lieber prophet83,

      toller Beitrag

      Zitat:
      "@Carsten: Wenn Sie meinen, der Fonds hätte geliefert bekommen, was er bestellt hat, dann hätten Sie, was das Eintreten des Fehler 2. Art angeht, völlig Recht, er wäre sogesehen auch ein "Erfolg", denn er ERFOLGte auf ja gerade auf die real umgesetzte Strategie, die darin bestand, den Fehler 1. Art unter ALLEN Umständen bzw. um JEDEN Preis zu minimieren. ​"

      Gut erkannt

      Zitat:
      "Da ein gut diversifiziertes Portfolio praktisch kein Ausfallrisiko hat, stellt sich völlig zu Recht die Frage, wie sinnvoll es war, nur den Fehler 1. Art zu minimieren und den Fehler 2. Art quasi komplett zu ignorieren. "

      Ganz genau. Hätte man aber (z.B.) ein Ausschüttungs-Konzept included, dann wäre man sozusagen KONZEPTIONELL gezwungen, ihren sog. Fehler 1. Art eben nicht zu minmieren, sondern soweit "geöffnet" zu sein, dass (zumindest theoretisch, mathematish) eine Zielrendite von 1,5-2% erreicht wird. Und nicht +/- Null nach Abzug von Fondskosten.

      LG Carsten

    • Prophet83
      Prophet83 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Lieber Carsten,

      abermals Danke für die Blumen. Unsere Überlegungen konvergieren zu einer guten gemeinsamen Erkenntnis

      Eine gute Strategie besteht meiner Meinung nach darin, ein SINNVOLL gewichtetes Mittel aus Fehler 1. und 2. Art zu minimieren.
      Die von Ihnen vorgeschlagene Vorgabe einer Zielrendite würde die SINNVOLLE bzw. NOTWENDIGE Gewichtung, die den Fehler 2. Art
      mit einbezieht, dann implizieren. Das Fonds-Management MUSS dann ein Stück weit bereit sein, LOHNENSWERTE Risiken zu erkennen
      und einzugehen. Und mit dem vorliegenden Wissen und der Erfahrung bin ich sehr zuversichtlich, dass das dem Fonds-Management
      auch gelingen würde.

      LG Prophet83
      Zuletzt geändert von Prophet83; 23.05.2022, 15:52.

    • Carsten
      Carsten kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Lieber prophet83,

      man merkt wie wertvoll es ist, sich auf das WESENtliche zu fokussieren!

      Das Ego erschafft eine Komplexität, in der es sich selbst ver-fängt, die es aber in Wirklichkeit gar nicht gibt.

      Aktien-Management und Futures-Management müssen immer so miteinander austariert werden, dass ALLE Stakeholder "gleich(wertig)" behandelt werden. Das Fonds-Konzept leidet m.E. ganz einfach unter einer fehlenden Zielrendite von ca. 2%, um ihrem ARCHE-WESEN zu ENTSPRECHEN.

      ANGST ist definitiv kein guter Konzept-Baustein. Eine Zielrendite von 0% ist m.E. konzeptionell un-STIMMIG, und somit FALSCH.

      Danke für diesen und die letzten wirklich tollen Beiträge.

      LG Carsten
      Zuletzt geändert von Carsten; 24.05.2022, 10:46.

    #3
    Zitat von Prophet83 Beitrag anzeigen

    Schlimmstenfalls sorgt ein Megacrash dafür, dass es eine sehr lange Erholung braucht (evtl. 10 Jahre, was für die globale Weltwirtscahft als Ganzes schon ein absolutes Extremereignis wäre).
    Der MSCI World hat vom April 2000 bis April 2013 gebraucht bis er wieder +/- null war (in Euro gerechnet). Die Weltwirtschaft ist in den 13 Jahren natürlich trotzdem gut gewachsen.

    VG Totti

    Kommentar


    • Prophet83
      Prophet83 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Hallo Totti,

      völlig richtig. Aber wer jetzt einsteigt, kauft bereits DEUTLICH unter dem letzten (Allzeit)-Hoch

      LG Prophet83
Lädt...
X