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    #16
    Hallo Cash verstehe nicht warum Sie in diesen Forum andere Anlagenalternativen vorstellen. Dafür ist dieses Forum nicht da. Zugegebenermaßen hätten wir uns alle gewünscht, dass die mängelbehaftete Korrelation des Fonds mit seinen Absicherungsinstrumenten früher adjustiert worden wäre, aber ich hoffe dass dies künftig noch zeitnäher passieren wird. Warten wir doch jetzt alle mal die Zeitreihe in den nächsten Wochen ab.
    Wenn man dann wieder einigermaßen auf Einstandskurs ist , können Sie Ihre Anlageentscheidung überdenken. Es ist gut, dass sich Herr Nix hier zu allen Themen äußert, und das sollte auch so bleiben. Übrigens jeder der den manchmal in Videos vielleicht etwas zu emotionalen Herrn Müller kennt, wird nicht alles auf die Goldwaage legen. Relevant ist der Prospekt des Fonds etc. ich selbst war zwar auch über die Schwankungen der letzten Woche irritiert, aber jetzt warten wir mal ab.

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      #17
      Ich verstehe nicht, warum nicht einfach mal die Absicherungen rausgenommen werden, wenn die Notenbanken ziemlich verrückt verkünden, Wertpapiere aufzukaufen und alles dafür tun, den Markt zu stabilisieren? Da kann man sich doch sicher sein, dass die Märkte erst einmal nicht fallen bzw. vorerst lediglich eine Bewegung nach oben zu erwarten ist, oder nicht? Anleger sehen Sachwerte und damit Aktien aktuell als das beste Übel. Warum sollte man sein Geld abziehen, wenn Devisen eine Inflation droht und Bonds keine Zinsen mehr bringen bzw. durch zu erwartende Inflation ebenfalls nicht mehr attraktiv sind? Ich kann mir aus diesem Grund immer mehr vorstellen, dass die Realwirtschaft weiter abstürzt, die Geschütze der Notenbanken aber dafür sorgen, dass es an der Börse immer weiter nach oben geht, auch wenn es zwischendurch kurzfristige Einbrüche gibt. Insbesondere wenn die Notenbanken derart stark in die Märkte eingreifen und Angebot und Nachfrage von Wertpapieren kontrollieren, geht die Party, so pervers und realitätsfern sie auch sein mag, langfristig weiter...

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      • Carsten
        Carsten kommentierte
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        @Vallanes
        Super Kommentar, sehr nutzvoll finde ich.

      • Westcoast
        Westcoast kommentierte
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        @Vallanes
        zu
        So lange die Notenbanken nicht direkt selbst Aktien kaufen, was sie bisher (noch!) nicht getan haben kann
        Die SNB kauft Aktien, vgl.
        https://forum.dirk-mueller-fonds.de/...=5708#post5708

      • Vallanes
        Vallanes kommentierte
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        Die Japanische Nationalbank meines Wissens nach auch. Nur sind das vernachlässigbar kleine Mitspieler. Entscheidend sind die FED und die EZB.

      #18
      Richtig, cash - gut recherchiert! Der Prudent Wealth von MFS ist aber nicht mehr offen. Statt dessen gibt es den Prudent Capital (LU1761538575). Sehr seriös, sehr günstig (0,94%), sehr stabil obwohl Aktien, Hauptsächlich in Deutschland, ja auch Immobilien. Und das Management hat auch Fokus darauf - ist kein kleiner vernachlässigter Fond wie oft bei den ganz Großen. Kann man also nur empfehlen als bereits ausgewogenen Baustein im Portfolio.

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      • Carsten
        Carsten kommentierte
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        0,94% WEIL Anteile der Klasse W
        Diese stehen Folgenden zur Verfügung: (i) Finanzvermittlern, die diskretionäre Portfoliomanagement- oder unabhängige Beratungsdienstleistungen für zugrunde liegende Anleger bieten, (ii) Finanzvermittlern, die aufgrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen oder einer vertraglichen Vereinbarung mit dem zugrunde liegenden Anleger anderweitig keine Vergütung von der Verwaltungsgesellschaft oder ihren verbundenen Unternehmen erhalten dürfen, (iii) im Ermessen der Verwaltungsgesellschaft bestimmte Finanzvermittler, die nicht der Richtlinie 2014/65/EU oder deren Durchführungsgesetzen oder -verordnungen unterliegen, und (iv) Mitarbeitern (und deren unmittelbaren Familienangehörigen) von MFS und ihren verbundenen Unternehmen

        Normalerweise stehen Anlegern zur Verfügung:
        Anteile der Klassen A, B, C und N stehen im Allgemeinen sämtlichen Anlegern zur Verfügung, die keine unzulässigen Personen sind. Gebühr: 1,94%

      #19
      Hallo,
      ist ja richtig nett von Herrn Müller, dass er gestern eine 5-Seitige Rechtfertigungs e-mail geschickt hat und sich für die schlechte Performance quasi entschuldigt. Aber, liebe Leute, was geht den heute zwischen 12 Uhr und 13 Uhr im Fond ab? Ein Hochschiessen auf 99€ und das wieder Herunterkrachen auf 93€ ist wirklich nicht geeignet um Vertrauen zu schaffen. Könnte mir das bitte jemand erklären.

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      • Ingo Nix
        Ingo Nix kommentierte
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        Sie diese Zeilen privat, sonst darf ich die 5 Seiten auch haben ...

      • Carsten
        Carsten kommentierte
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        Für mich bitte auch ...

      • oicfar
        oicfar kommentierte
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        Na jut. Für mich auch bitte!

      #20
      Locker bleiben, Leute. Der zwischenzeitlich mal leicht gesunkene NAV ist euer kleinstes Problem. Das letzte Wort im Crash ist noch lange nicht gesprochen. Corona ist nach wie vor unter uns und an den anderen Fronten sieht es auch überhaupt nicht rosig aus. Wenn die nächste Korrektur gen Realität dieses Fehlausbruchs kommt, wird hoffentlich keiner mehr motzen dass immer voll abgesichert war...

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      • manny
        manny kommentierte
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        Sehe ich ähnlich - was juckt es mich, wenn der Fonds zwischenzeitlich auf ggf. 90€ war - solange er bald wieder gen 120€ geht?
        Als er zwischenzeitlich auf 105€ war hatte ich ja auch nicht verkauft...

        Genauso albern finde ich manchmal Kommentare in anderen Foren wenn man sich beschwert, dass man die Aktie xy für z.B. 30€ im März verkauft hat und zwischenzeitlich auf 40€ war. Dann die Nachfrage ob man denn bei 40€ verkauft hätte und bekommt als Antwort "Nein, hätte ja noch höher steigen können" und nun ist selbige wieder auf 30€ gefallen... wer erkennt die Moral von der Geschichte?

      #21

      Stellungnahme Dirk Müller zur aktuellen Situation (Mitte Juni 2020)

      In der Tat ist die aktuelle Fondsentwicklung nicht zufriedenstellend. Wir haben die Stärke dieser Aufwärtsbewegung unterschätzt, sonst hätten wir früher und konsequenter die Absicherungen zumindest teilweise gelöst. Ich ging und gehe jedoch- aus Gründe, auf die ich gerne noch zu sprechen komme - davon aus, dass es sich hier um eine sehr gut angelegte "Bullenfalle" handelt und uns der eigentliche große Abverkauf erst zum Jahresende hin erwartet, ähnlich wie 2008.

      Daher waren wir weiterhin meist zu 100% abgesichert. Die Absicherungen nehmen wir nicht auf die Einzelaktien vor, das ist faktisch leider nicht möglich, sondern auf die Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 da wir fast ausschließlich US-Aktien im Depot haben.

      Hier liegt aber auch die Erklärung für eine Outperformance in manchen Zeiten (Während der Abwärtsbewegung im Februar/März sind wir von etwa 98,50 auf 103,50 gestiegen) und die entsprechende Underperformance wie aktuell als sich das Pendel auf die andere Seite gelegt hat und wir auf 95 gefallen sind.
      Hintergrund : Sowohl S&P als auch Nasdaq werden ganz wesentlich von 5 Aktien getrieben : Amazon, Apple, Microsoft, Facebook, Alphabet. So machen alleine Apple, Microssoft und Nasdaq aktuell 38% des Nasdaq 100 Index aus. Wir haben diese Aktien zwar, aber eben gleichgewichtet mit den anderen 37 Aktien. Wenn also diese 3 Aktien durch massive Käufe explodieren, steigt der Nasdaq-Future stark an. Die anderen Aktien steigen nicht so stark und somit haben wir auf der Future-Absicherung mehr Verluste als auf den Aktiengewinnen.

      Im S&P ist es ähnlich, wenn gleich nicht ganz so stark ausgeprägt, hier machen die 5 Top-Tech-Aktien etwa 20% aus. Wir haben in den letzten Wochen beobachtet, dass im wesentlichen wenige Tech-Aktien (Lieblinge der Kleinanleger) und "Schrott" massiv gekauft wurden. So wurde beispielsweise die Hertz-Aktie binnen weniger Tage von unter 50 Cent auf 6,50 $ hochgekauft, obwohl das Unternehmen Pleite ist. Gestern ging es dann im freien Fall wieder auf 2,50$. Oder die Firma Nikola, die noch keinen US$ Umsatz gemacht hat, die hofft in einigen Jahren erstmals überhaupt Umsatz zu machen, wurde binnen Tagen bis auf eine Marktkapitalisierung von über 30 Milliarden $ gehoben. Ähnlich der Anbieter der Videkonferenz-Software Zoom, dessen Marktkapitalisierung zwischenzeitlich die der 7 größten Fluglinien zusammengenommen überstieg…bei einem Jahresgewinn von zuletzt 22 Mio $ !! Selbst beim erwarteten Gewinn für 2024 wäre das ein KGV von 59 im Jahr 2024 wohlgemerkt, aktuell ein KGV von über 2000..

      Es ist also Schrott einerseits und wenige High-Tech-Titel andererseits, die die Indizes stärker treiben als die Gesamtheit der Qualitätsaktien in unserem Depot, was eine relative Underperformance und somit den leichten (im Vergleich zu den Kursbewegungen der letzten Wochen) Kursrückgang im Fondspreis zeigt.
      Wer ist es, der hier kauft? Die Recherche ergibt, dass es fast ausschließlich private Zocker sind. US-Kleinanleger, die von der aktuellen Entwicklung (und der Langeweile des Lockdowns) in einer Art Goldrausch wie 2000 (Dot-Com-Blase) in die Märkte gelockt werden. Leute ohne Ahnung und Sachverstand, reine Glücksspieler. Das ergibt sich beispielswiese aus den Statistiken des jungen Online-Brokers aus Amerika „Robinhood“. Erst seit kurzem auf dem Markt hat er inzwischen 10 Millionen Kunden, 3 Millionen kamen erst in den letzten 3 Monaten neu dazu. Durchschnittsalter : 31 Jahre. Das sind junge Leute ohne Plan, die ihr Erspartes und die gerade erhaltenen Schecks der Regierung in das vermeintlich sichere Börsencasino werfen und alles kaufen, was ihnen sexy erscheint aus einem einzigen Grund : weil es gerade steigt. Die würden auch einen Hundehaufen für 100 $ kaufen, wenn sie glauben, dass morgen einer 120$ dafür bezahlt.
      Solche Spekulanten interessieren sich nicht für langweilige weil erfolgreiche Unternehmen wie Straumann, Arista oder Novo-Nordisk. Die steigen zwar in der Folge auch, aber eben nicht so stark.
      Was ist mit den Profis, den großen Vermögensverwaltern ? Von denen hören wir Kopfschütteln und dass sie nicht dabei sind. Im Gegenteil, sie freuen sich den „dummen Händen“ Aktien aller Art und seien sie noch so wertlos zu völlig überteuerten Preisen verkaufen zu können.
      Wir erleben also den gleichen Wahnsinn wie 2000, nur mit einem dramatisch schlechteren realwirtschaftlichen Hintergrund.
      Klar ist : Sobald das dreht und die neuen Spieler Verluste erfahren, geht es dramatisch nach unten, denn die echten Investoren werden erst sehr viel tiefer bereit sein die Hände aufzumachen und die „schwachen Hände“ sind ja bereits alle voll investiert. Mehr als „voll“, denn auch die Wertpapierkredite an Privatpersonen sind explodiert. Schrott zu wahnwitzigen Preisen auf Pump kaufen. Das Ergebnis ist absehbar, wenn alle durch die gleiche Enge Tür wieder raus wollen. Von diesen jungen Zockern ist im Internet ernsthaft zu lesen : „I´m the greatest! Warrren Buffett is an Idiot!... I have no clue about stocks, but I make a fortune….it´s as easy as printing money !!“.

      Genau das erleben wir als rationale Investoren gerade und müssen schmunzelnd sagen : Ja, aktuell haben die Jungs recht. Sie verdienen gerade eine Menge Geld durch Dummheit und wir stehen da wie die begossenen Pudel und müssen uns rechtfertigen, warum wir das hier nicht auf die Kette kriegen.
      Doch 30 Jahre Börsenerfahrung (incl. Dot-com-Blase)…lassen das ins richtige Licht rücken… es läuft alles in Wellen ab. 2000 haben mich Sportkameraden verspottet, weil sie mit Aktien ein Vermögen gemacht haben, die ich noch nicht mal kannte. Sie wussten auch nicht was das Unternehmen macht, aber das war egal. Ein halbes Jahr später war davon keine Rede mehr, der Gewinn und mehr waren weg und es wurde wieder über Sport geredet.

      Spätestens wenn diese Blase platzt, werden Schrott und die inzwischen wahnsinnig bewerteten Techaktien stärker fallen als unsere „erfolgreichen Langweiler“ und in dieser Phase haben wir wieder eine Outperformance wie im Februar/März. Das ist aber alles nur ein paar Prozent runter, ein paar Prozent hoch im Vergleich zu den 40% runter und 40% hoch der Indizes. Den eigentlichen Kursschub für den Fonds plane ich für die Zeit nach dem von mir erwarteten Tiefpunkt etwa gegen Jahresende ein, wenn wir die Absicherungen komplett lösen können. Das habe ich bislang nicht gemacht, da ich diese Entwicklung in den letzten Wochen bislang nur als Zwischenerholung (wenn auch durch den zuvor beschriebenen Umstand der neuen Glücksspieler stärker als erwartet ausgefallene) angesehen habe, während der es jederzeit wieder stark nach unten gehen konnte.

      Ich kann nicht ausschließen – ich würde dem 25% Wahrscheinlichkeit geben -, dass ich das falsch sehe, wir die Tiefs gesehen haben und es jetzt immer weiter nach oben geht. Dann würden wir uns dem nicht verschließen und versuchen langsam und in Wellen Sicherung abzubauen. Doch bleibt auch hier die Frage : Die Bewertungen sind derzeit jenseits von Gut und Böse und höher als zu Zeiten der Dot-Com-Blase. Ist es realistisch anzunehmen, dass diese extreme Bewertung auf die nächsten Jahre erhalten, oder mit weiter steigenden Kursen sogar noch ausgebaut wird, oder ist es wahrscheinlicher, dass die Bewertungen sich wieder normalisieren ? Wir werden die Absicherungen lösen, sobald es einen rationalen Grund oder zumindest eine gute Gelegenheit dazu gibt, aber ich halte es aus aller Erfahrung für gut beraten, sich dem Wahnsinn nicht anzuschließen, nur um in der Umkleidekabine mitprahlen zu können…die ruhige und überlegte Hand ist langfristig in aller Regel erfolgreicher als der hysterische Aktivismus.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen die derzeitige Situation - die für mein Team und mich, wie für Sie als Anleger ganz sicher auch keine einfache ist, da der Druck sich dem Wahnsinn hinzugeben verständlicher Weise enorm ist – nachvollziehbar darlegen. Ob es die richtige Herangehensweise ist, wird sich erst im Rückblick einiger Jahre sagen lassen, aber ich fühle mich auf dem Pfad der Logik und der rationalen Entscheidung wesentlich wohler und sicherer als auf dem Pfad der emotionalen Glücksspiele.

      Mit den herzlichsten Grüßen und den besten Wünschen für eine glückliche Zeit

      Ihr
      Dirk Müller

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      • oicfar
        oicfar kommentierte
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        Danke für's Teilen.

        Nur ich sage immer:

        - nicht alles auf eine Karte setzen
        - sich nie darauf verlassen, was irgendjemand "verspricht" -> d.h. für mich: ob DMPF das halten wird, was er verspricht, wird die Zukunft zeigen. Ich habe das Konzept verstanden und sehe mich da drin. Deswegen bin ich mit einem Teil meines Geldes auch dabei.

      • Carsten
        Carsten kommentierte
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        @oicfar
        Genauso funktioniert die Kausalkette.

      #22
      Ich hab den niedrigen NAV bzw. den Kurs zum Nachkaufen genutzt ... hab wohl an der Börse ein guten Kurs erwischt ... war unter dem NAV
      Wobei ich immer wieder mal eine Limitorder auf Tagesbasis hatte ... aber nicht zum Zug gekommen bin.

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        #23
        Um auch als wenig erfahrener in Sachen Finanzen meinen Senf dazu zu geben:

        1. Grundlegende Regel: Niemals nur einer Anlage vertrauen, schon gar nicht in Krisenzeiten. Der Zeitpunkt ist aktuell extrem ungünstig für eine sichere Variante, weil durch Corona die ganze Finanzwelt auf dem Kopf gestellt ist und keiner so wirklich weiß, was passieren wird. Zur Verdeutlichung um auch mal eine Lanze für den Fonds zu brechen: Als der Mini-Crash durch Corona eingeschlagen ist lag mein gesamtes Aktiendepot im Minus mit zwei Ausnahmen: Nvidia und Der DMPF. Ersteres war nur nicht im Minus weil es vorher bei +107% stand, zweiteres hat sich wirklich nicht beeindrucken lassen. Das hat sich auch im Forum und in den Medien gezeigt: Plötzlich hat jeder wieder Weisheiten von Dirk Müller holen wollen, im Forum hagelte es Beiträge. Es war schon fast vorhersehbar, dass jetzt die Kritik wieder hochschnellt weil alle einsteigen nachdem die Strategie des Fonds positiv gegriffen hatte und sich die Situation gerade wieder stabilisiert (das Bild ist bei mir gerade wieder umgekehrt: Alle anderen Aktien sind wieder ins Plus und der DMPF ist im Minus, in einem Zeitrahmen von Wochen).

        2. Inmitten von einer Krise einzusteigen ist immer mit hohen Risiken verbunden. Das würde selbst bei Gold der Fall sein weil die Nachfrage in der Krise entsprechend steigt. Ruhig schlafen kann, wer sich schon Gedanken gemacht und eine Strategie verfolgt hat, bevor eine Krise kommt. Aktuell wäre die klügste Entscheidung meiner Meinung nach gewesen das Geld auf dem Konto zu lassen, das erscheint mir aktuell die am wenigsten gefährdete Stelle zu sein wenn man nur Werterhaltung anstrebt. Aber auch da kann man natürlich falsch liegen. Krisen sind eher was für Leute die auch bereit sind, ein wenig Risiken einzugehen. Ich persönlich habe allen voran Aktien gekauft die durch Corona unrealistisch stark abgesunken sind und habe damit gut Verluste ausgleichen können. Kann aber genauso morgen kippen wenn ein noch fetterer Crash kommt. Wer Sicherheit möchte ist damit daher nicht gut beraten - kein Mensch weiß, ob morgen alles wegen Staatsprogrammen steigt oder nochmal um 50% fällt. Auch ein "Arche"-Fonds wird sich nicht komplett vor Verlusten schützen können und ich habe auch meine Zweifel, dass Herr Müller sowas wirklich gesagt hat. Dass das Szenario abgedeckt ist, bei dem von heut auf Morgen der ganze Markt zusammenbricht, hat sich aber eindrucksvoll gezeigt. Ob einem das reicht und man dann auch das langfristige Spiel von leichtem Verlust (Nullsumme + Gebühren) hinnimmt, bleibt jedem selbst überlassen.

        3. Nie, nie, niemals Finanztipps von der Person einholen, die eine Lösung anbietet. Egal wie gut Herr Müller reden kann, egal wie gut seine Intentionen sein mögen: Der Fonds ist sein Produkt, selbstverständlich wirbt und argumentiert er dafür! Wer aber mal etwas weiter in die Finanzwelt blickt wird auch sehr viel Kritik an seiner Strategie und sogar Diffamierung finden (Finanzforen sehen ihn oft als "Rattenfänger" von finanziell unerfahrenen) - alleine das sollte schon klar machen, dass es nur eine Einschätzung von vielen ist und genauso falsch liegen kann. Ich persönlich bin durch Herr Müller überhaupt erst in die Finanzwelt eingestiegen, Cashkurs war sowas wie meine Basis für den Start ins Finanzleben. Witzigerweise war es genau dieses Buch was mich davon abgehalten hat, mit einem zu großen Anteil in diesen Fonds einzusteigen. Noch mehr, ich habe aufgrund seiner eigenen Tipps erwogen, den Fonds gar nicht zu kaufen. Selbst durch Herr Müller selbst hätte also eigentlich eine Entscheidung, 90% des eigenen Vermögens in diesen einen Korb zu legen, verhindert werden müssen. Ich würde stark empfehlen, vor weiteren emotionalen Entscheidungen erstmal Basistipps zum Thema Finanzen einzuholen, von welcher Quelle auch immer. Es gibt gewisse goldene Regeln, die man in jedem Werk und in jeder youtube-Reihe vorfinden wird: Diversifikation und Geduld. Beides nicht zu berücksichtigen wird niemals ruhig schlafen lassen, und im Wochentakt Sachen zu kaufen und dann wieder zu verkaufen wird schneller Richtung 0 führen als alles andere.

        Zugegeben, das meiste ist mittlerweile nicht mehr viel wert jetzt, wo die Eier schon in einem Korb liegen. Ich möchte nur dringend davor warnen jetzt die nächste Entscheidung aus dem Bauch heraus zu machen, das wird mehr und mehr in weitere falsche Entscheidungen ausarten. Auch wenn ein Finanzberater engagiert wird würde ich mir mindestens noch eine zweite Meinung einholen, wenn es um große Summen geht die jetzt irgendwo hin sollen. Wenn dann alles schön aufgeteilt wird zwischen Aktien, Anleihen, Gold/Silber, ggf. Immobilien o.ä. usw. lässt es sich viel viel besser schlafen, weil der Zusammenbruch von einem durch die anderen in der Regel zu einem gewissen Grad aufgefangen wird.

        Kommentar


        • Carsten
          Carsten kommentierte
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          Danke Christoph für diesen wertvollen ausführlichen Bericht.
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